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Kultur Veranstaltungen
Deutschlandweites Seminar der NS-Gedenkstätten in Düsseldorf
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Das 64. bundesweite Gedenkstättenseminar unter dem diesjährigen Motto "Jugendliche in Gedenkstätten" findet vom heutigen 28. Juni bis zum 30. Juni in Düsseldorf statt. Gastgeberin ist neben den anderen Veranstaltern (der Arbeitsgemeinschaft Gedenkstättenpädagogik, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der Berliner Stiftung Topographie des Terrors) die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.
Bei der heutigen Eröffnung im Hetjens-Museum begrüßte Oberbürgermeister Thomas Geisel die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik. In seinem Grußwort sagte er: "Gedenkstätten, Erinnerungs- und Lernorte, die die Verbrechen der NS-Diktatur thematisieren und dem Andenken an die Opfer von Verfolgung und Ausgrenzung, Terror und Völkermord gewidmet sind, sind heute selbstverständlicher Teil der politischen Kultur der Bundesrepublik. Sie sind wichtige Forschungsstätten, zeitgeschichtliche Museen, außerschulische Lernorte, zentrale Einrichtungen der politisch-historischen Bildungsarbeit, sie sind Archive und Dokumentationsstätten, Begegnungsräume eines interkulturellen und eines intergenerationellen Dialogs. Kurzum: Sie alle stellen sich einer ganzen Vielzahl zentraler Aufgaben in unserer politischen Kultur. Sie sind Bildungsstätten und wahre Ermutigungsschulen für Demokratie und Menschenrechte, für Toleranz und Mitmenschlichkeit geworden."
An zwei Einführungsvorträge über historisch-politische Bildungsarbeit sowie über das Geschichtsinteresse und das Geschichtslernen von Jugendlichen von Prof. Dr. Johannes Meyer-Hamme (Universität Paderborn) und Stephanie Bohra (Berlin) schließen sich in den kommenden Tagen Führungen und Workshops in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Exkursionen und Fachdiskussionen in Arbeitsgruppen an. An den Aktivitäten nehmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz Berlin, des Dachauer Max-Mannheimer-Studienzentrums, der KZ-Gedenkstätten Flossenbürg, Mittelbau- Dora, Osthofen, Neuengamme und Sachsenhausen sowie kleinerer Gedenkstätten und Lernorte aus ganz Deutschland teil.
"Für uns als Gedenkstätte ist diese Konferenz sehr wichtig, um die Vernetzung mit den anderen Häusern zu zeigen und aktiv zu leben. Der Abschied von der Zeitzeugengeneration, das Erinnern in einer Migrationsgesellschaft sowie auch die neuen geschichtspolitischen Debatten zur Erinnerungskultur in unserem Land, das alles sind offene und höchst aktuelle Fragen, die alle Gedenkstätten derzeit umtreiben. Sich kollegial auszutauschen, ist daher enorm wichtig", so Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.
