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Soziales
Düsseldorf mit Landespreis als "Familienfreundliche Kommune" ausgezeichnet
Ministerium für Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen würdigt die Düsseldorfer Präventionskette
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Frühe Unterstützung, starke Netzwerke und Chancengerechtigkeit: Mit der Düsseldorfer Präventionskette verfolgt die Landeshauptstadt das Ziel, Menschen von Anfang an und in unterschiedlichen Lebensphasen verlässlich zu begleiten und bestmögliche Chancen auf Teilhabe zu ermöglichen. Bei der Preisverleihung zur familienfreundlichen Kommune am Donnerstag, 5. November 2026, wurde die Düsseldorfer Präventionskette ausgezeichnet.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Die Auszeichnung als familienfreundliche Kommune 2026 ist eine tolle Anerkennung für Düsseldorf und die Arbeit vieler engagierter Menschen in unserer Stadt. Sie zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Verwaltung, freien Trägern, Einrichtungen und Menschen vor Ort ist, um Düsseldorf gemeinsam familienfreundlich und lebenswert zu gestalten. Die Präventionskette verbindet die Angebote und Leistungen unterschiedlicher Ämter, Einrichtungen und Träger zu einer gemeinsamen Strategie. Wir sind sehr dankbar für die Wertschätzung, die uns als Landeshauptstadt durch diesen Preis entgegengebracht wird."
Unterstützung, die Menschen erreicht
"Die Unterstützung im Rahmen der Präventionskette soll frühzeitig, wohnortnah und möglichst einfach zugänglich sein. Dabei geht es nicht allein um einzelne Angebote, sondern um ganzheitliche, verlässliche Strukturen, die Menschen über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten“, erklärt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Dezernent für Soziales und Jugend. "Prävention ist stark, wenn sie nicht vom Zufall abhängt, sondern wenn eine Stadt gemeinsam dafür sorgt, dass Chancen erreichbar sind und der Mensch im Blick behalten wird."
Die Unterstützung beginnt bereits rund um die Geburt mit den Lotsendiensten in Geburtskliniken und setzt sich beispielsweise in Kindertageseinrichtungen, der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie in quartiersbezogenen Gesundheitsangeboten fort. So werden Familien gestärkt und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Dabei werden auch die Lebenslagen und Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen und älteren Menschen berücksichtigt. Das dahinterstehende ganzheitliche Inklusionsverständnis erkennt die Vielfalt der Stadtgesellschaft an, berücksichtigt unterschiedliche Lebensrealitäten und schafft Voraussetzungen dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Gemeinsam für ein familienfreundliches Düsseldorf
"Düsseldorf ist seit 2010 als familiengerechte Kommune zertifiziert und entwickelt seine Familienpolitik kontinuierlich weiter. Die Präventionskette führt diesen Anspruch fort und geht über einzelne Altersgruppen und Projekte hinaus: Sie verbindet Gesundheitsförderung, Bildung, soziale Unterstützung und Teilhabe zu einer langfristig angelegten Strategie. Unser tägliches Ziel ist es, Unterstützung so zu gestalten, dass sie bei den Menschen ankommt – unkompliziert, verlässlich und passend zu ihrer jeweiligen Lebenssituation", sagt Stephan Glaremin, Leiter des Amtes für Soziales und Jugend. "Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln, die eigenen Potenziale zu entfalten und das Leben in Düsseldorf mitzugestalten."
Gemeinsam handeln, Angebote vernetzen und Teilhabe stärken
Die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Gesundheit, Bildung, Stadtplanung, Sport und weiteren Bereichen ist ein zentraler Baustein der Präventionskette. Durch eine enge Abstimmung können Bedarfe frühzeitig erkannt, vorhandene Angebote besser aufeinander abgestimmt und Versorgungslücken geschlossen werden.
Mit dem Düsseldorfer Präventionsnavigator gibt es eine zentrale Übersicht über bestehende Angebote. Er macht diese sichtbar und unterstützt eine bedarfsgerechte Planung. Weitere Angebote können laufend über das Eingabeformular ergänzt oder per E-Mail an praeventionsnavigator@duesseldorf.de mitgeteilt werden. Weitere Informationen gibt es unter: https://duesseldorfer-praeventionsnavigator.de.
Der Abbau von Barrieren und die stärkere Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrung gehören ebenfalls zum Düsseldorfer Präventionsansatz: Der Chancenfonds fördert innovative Projekte zur Verringerung von Kinderarmut. Mit dem Beteiligungsprojekt "Düsseldorf fragt nach – mehr Beteiligung wagen" wurden gemeinsam mit Hochschulen neue Wege entwickelt, um Menschen mit Armutserfahrung stärker in kommunale Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Weitere Informationen gibt es unter: www.duesseldorf.de/soziales/praeventionskette
Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter https://duesseldorf.canto.de/b/R46HJ.