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Verwaltung

Ein Jahr KI-Strategie: Künstliche Intelligenz wirkt im Düsseldorfer Verwaltungsalltag


Erstellt:
Redaktion: Brembach, Mario

Vor einem Jahr hat die Landeshauptstadt Düsseldorf ihre KI-Strategie verabschiedet. Das Ziel: Künstliche Intelligenz dort einzusetzen, wo sie konkreten Nutzen schafft – für Bürgerinnen und Bürger, für die Mitarbeitenden der Verwaltung und für die Stadtentwicklung. Zwölf Monate später sind erste Anwendungen bereits fester Bestandteil des Verwaltungsalltags.

Besonders sichtbar ist dies bei den Bürgerservices. KI-gestützte Chat- und Voicebots beantworten häufig gestellte Fragen und ermöglichen schnelle Auskünfte unabhängig von Öffnungszeiten. So werden beispielsweise bereits 67 Prozent der Anrufe mit Anfragen im Standesamt über den KI Voicebot SAMI beantwortet. Im Amt für Wohnungswesen unterstützt KI bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen, indem Unterlagen ausgewertet und fehlende Angaben frühzeitig erkannt werden. So konnten im vergangenen Jahr 23.500 Anträge mit KI bearbeitet werden, das entspricht 52.000 Poststücken pro Jahr. Auch im Amt für Migration und Integration hilft KI dabei, eingereichte Unterlagen auf Plausibilität und Vollständigkeit zu prüfen. Die fachlichen Entscheidungen verbleiben dabei stets bei den Beschäftigten.

"Wir starten mit konkreten Anwendungsfällen, sammeln Erfahrungen und entwickeln erfolgreiche Lösungen Schritt für Schritt zu stadtweiten Standards weiter“, sagt Olaf Wagner, Beigeordneter für Personal, Organisation, Bürgerservices und Digitalisierung.

Smart City und der Digitale Zwilling
Neben den Bürgerservices bildet die datenorientierte Smart City einen weiteren Schwerpunkt. Düsseldorf baut eine zentrale urbane Datenplattform auf und erweitert die Datenerfassung über Sensoren – etwa beim Umweltmonitoring, im Verkehrs- und Infrastrukturbereich sowie bei der Bewässerung von Jungbäumen. So wird beispielweise bereits jetzt mit über 500 eingesetzten Sensoren die Feuchtigkeit von Stadtbäumen überwacht, um eine optimale, effiziente und ressourcenschonende Bewässerung sicherzustellen. Der Digitale Zwilling der Stadt Düsseldorf (https://duesseldorf.virtualcitymap.de/public/#/) verknüpft Geodaten und schafft die Grundlage, um beispielsweise städtebauliche Entwicklungen zu simulieren und somit Beteiligungs- und Entscheidungsprozesse zu optimieren. Auch in diesem Themenfeld wird KI unterstützen, die wachsenden Datenmengen auszuwerten, Zusammenhänge zu erkennen und daraus Prognosen für städtische Fragestellungen abzuleiten. 

Weitere KI-Anwendungen geplant
In den kommenden Monaten soll der Einsatz von KI weiter ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem weitere KI-gestützte digitale Antragstrecken, beispielsweise beim Wohnberechtigungsschein. Zudem wird eine stadtweite Conversational-AI-Plattform als gemeinsame technische Grundlage für sämtliche Chatbots, Voicebots und KI-Assistenten aufgebaut, in der die bisherigen Piloten integriert werden.

Gleichzeitig investiert die Stadt in die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden. Schulungen, Informationsangebote und eine verwaltungsweite KI-Community fördern den sicheren Umgang mit der Technologie und den Austausch über erfolgreiche Anwendungen. Verbindliche Governance-Strukturen schaffen dabei den Rahmen für einen rechtssicheren, transparenten und verantwortungsvollen KI-Einsatz.

Damit setzt Düsseldorf den eingeschlagenen Weg fort: KI soll dort zum Einsatz kommen, wo sie Verwaltungsprozesse verbessert, Mitarbeitende entlastet und den Service für Bürgerinnen und Bürger spürbar erhöht.

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