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Umwelt
Endspurt bei "Grau raus, Grün rein"
Noch bis zum 31. Oktober 2026: Kühlende, grüne und lebendige Oasen rund ums Haus schaffen
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Einige Bürgerinnen und Bürger aus Düsseldorf haben es bereits getan: Sie haben versiegelte Flächen entsiegelt und neu begrünt. Bereits rund 1.300 Quadratmeter Entsiegelungen sind über das Förderprogramm "Grau raus, Grün rein" beantragt worden und werden mit bis zu 25 Euro pro Quadratmeter gefördert. Das zusätzliche Grün erzeugt Verdunstungskühle und sorgt in der unmittelbaren Umgebung für mildere Temperaturen. Damit leisten die Teilnehmenden einen konkreten Beitrag zur Klimaanpassung in der Stadt.
Ziel der Aktion ist es, versiegelte Flächen wie Innenhöfe, Terrassen, Vorgärten oder Gartenwege aufzubrechen und durch neue Grünflächen zu ersetzen. Damit soll ein Beitrag zur Klimaanpassung, zur Förderung der Biodiversität und zu einer höheren Aufenthaltsqualität in der Stadt geleistet werden.
Die diesjährige Aktion ist Teil eines gemeinsamen Städtewettbewerbs der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln. Bis Ende Oktober werden die entsiegelten Flächen erfasst. Die Stadt mit der größten entsiegelten Gesamtfläche gewinnt die "Goldene Gießkanne" als Trophäe. Für Düsseldorf kommt es daher auf jede weitere entsiegelte Fläche an. Bürgerinnen und Bürger sowie kleinere Unternehmen, die bei der Aktion "Grau raus, Grün rein" mitmachen, beteiligen sich automatisch am Städtewettbewerb.
Aktuell wurden in Düsseldorf bereits 1.268 Quadratmeter entsiegelte Fläche für den Städtewettbewerb erfasst. In Bonn sind es derzeit 476 Quadratmeter, in Köln 1.109 Quadratmeter. Damit liegt Düsseldorf aktuell an erster Stelle.
Warum sich Entsiegeln lohnt, zeigt sich insbesondere an heißen Sommertagen: Versiegelte Flächen heizen sich stark auf und tragen zur Bildung von Hitzeinseln bei. Begrünte Flächen hingegen wirken durch Verdunstung wie natürliche Klimaanlagen, fördern die Versickerung von Regenwasser und schaffen Lebensräume für Insekten und andere Tiere.
Gerade in dicht bebauten und stark versiegelten Bereichen sind die Auswirkungen von Hitze besonders spürbar. Entsiegelte und begrünte Flächen können dazu beitragen, die Umgebung abzukühlen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Umweltdezernent Jochen Kral: "Helfen Sie, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Entsiegeln Sie Flächen und schaffen neues Grün für angenehme Kühle und Frische in Ihrer Umgebung. Jede entsiegelte und mit Pflanzen belebte Fläche leistet einen Beitrag zu einem besseren Klima in der Stadt."
Für die Begrünung der neu geschaffenen Flächen können Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zudem kostenfrei hochwertigen Düsseldorfer Kompost nutzen. Die Küchen- und Gartenabfälle aus der Biotonne sowie aus der Grünschnittsammlung werden in der Kompostierungsanlage der KDM GmbH zu einem gütegesicherten Bodenverbesserer verarbeitet. Der Kompost kann kostenlos auf den Recyclinghöfen in Flingern und Lohausen sowie an den Kompostierungsanlagen in Düsseldorf-Hamm und Ratingen abgeholt werden. Für losen Kompost sollten geeignete Behälter und eine Schaufel mitgebracht werden.
"Die Förderung durch die Stadt gestaltet sich ganz einfach. Den Antrag im digitalen Antragsportal ausfüllen und abschicken, die Fläche entsiegeln und anschließend mit der Fotodokumentation die Fördermittel abrufen", ergänzt der stellvertretende Umweltamtsleiter Ingo Pähler. Die Aktion läuft noch bis zum 31. Oktober 2026.
Das digitale Antragsformular ist unter https://foerderung.duesseldorf.de/ abrufbar.
Weitere Informationen, gute Praxisbeispiele sowie die aktuelle Entsiegelungsrangliste des Städtewettbewerbs sind unter www.duesseldorf-entsiegelt.de abrufbar.
Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter https://duesseldorf.canto.de/b/OFM8C.