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Kultur Veranstaltungen
Stadtmuseum Düsseldorf
Eröffnung der Ausstellung "August Friedrich Siegert - 'Die kleine Welt in der großen'"
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Dem Werk des Düsseldorfer Malers August Friedrich Siegert (1820–1883) widmet das Stadtmuseum, Berger Allee 2, nun zum ersten Mal eine Einzelausstellung. Zum 200. Geburtstag des Malers präsentiert das Museum rund 50 Gemälde sowie Zeichnungen und Druckgrafiken aus öffentlichen Museen und aus Privatbesitz. Schwerpunkte sind Bilder mit einem historischen Thema, Porträts und spätbiedermeierliche Sujets. Die Ausstellung ist vom 6. März bis zum 19. April im Stadtmuseum zu sehen und entstand in Kooperation mit dem B.C. Koekkoek-Haus in Kleve. Die Eröffnung findet am Donnerstag, 5. März, 18 Uhr, statt. Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Direktorin Dr. Susanne Anna und Dr. Theo Siegert von "deHaen-Carstanjen & Söhne Düsseldorf" werden Grußworte sprechen. Kurator Dr. Christoph Danelzik-Brüggemann wird eine Einführung geben. Der Eintritt hierzu ist frei.
Zum Maler August Friedrich Siegert
Während seiner Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie erzielte August Friedrich Siegert Bestnoten. Seinen Lehrern folgend – allen voran Direktor Wilhelm von Schadow –, malte er zunächst die in der Zeit angesagten Historienbilder sowie Porträts. Nach einigen Reisen, auch einem längeren Aufenthalt in München, wurde der Maler endgültig in Düsseldorf sesshaft. Er trat dem legendären Künstlerverein Malkasten bei. Allmählich begann Siegert sich dem sogenannten Kostümgenre zu widmen und brachte es darin zu solcher Meisterschaft, dass ihn die Amsterdamer Akademie 1859 zum Mitglied ernannte. 1872 schließlich wurde er zum Professor der Düsseldorfer Akademie berufen.
Nach seiner Heirat mit Mathilde de Haen 1852 kamen nacheinander seine vier Kinder zur Welt, die Siegert zu seinen berührenden Kinderbildern inspirierten. Mit genauem Blick und liebevollem Verständnis beobachtete der Maler, wie sich die Heranwachsenden in der Welt der Großen orientieren, diese nachahmen und damit zuweilen karikieren.
Das Interesse am Menschen – gleich welcher gesellschaftlichen Stellung – und am menschlichen Miteinander war seine Leidenschaft. Die Klarheit von Siegerts klassischen Kompositionen und die malerische Feinheit begeistern das Publikum bis heute.
Früh begegnete Siegert dem Engländer John G. Stiff aus der Jägerhofstraße, der Siegerts Gemälde in London verkaufte und Bestellungen zurückbrachte. Mit großem Geschick baute der Maler Beziehungen zu anderen internationalen Händlern auf. Bis ins schwedische Göteborg schickte er Ansichtssendungen an Kunstvereine. Heute würde man ein solches Vorgehen als "Marketing" bezeichnen. Dazu führte der Maler ein Geschäftsbuch, in dem die Händlernamen der "Großen Welt" notiert sind.
