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Kultur

Filmmuseum: Bernd Desinger verabschiedet sich in den Ruhestand


Erstellt:
Redaktion: Velten, Falk

Nach 17 Jahren als Leiter des Filmmuseums Düsseldorf verabschiedet sich Bernd Desinger in den Ruhestand. 2009 wechselte er vom Goethe-Institut Los Angeles in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Während seiner Amtszeit prägte er das Filmmuseum mit zahlreichen Sonderausstellungen und Projekten zu unterschiedlichen Themen der Filmgeschichte sowie zu den Verbindungen von Film, Technik und Gesellschaft.

Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur, Integration und Gesundheit: "Bernd Desinger hat das Filmmuseum über viele Jahre mit großer Fachkenntnis und viel Engagement geprägt und weiterentwickelt. Mit seinen Ausstellungen und Projekten hat er immer wieder neue Perspektiven auf die Filmgeschichte eröffnet und zugleich die internationale Vernetzung des Hauses gestärkt. Für seinen langjährigen Einsatz für das Filmmuseum und die Düsseldorfer Kulturlandschaft danke ich ihm sehr herzlich und wünsche ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute."

Zu den Ausstellungen während seiner Zeit als Leiter gehörten unter anderem "Im Fadenkreuz: 40 Jahre Tatort", "Der Schatz im Silbersee – Der Mythos des amerikanischen Westens in Deutschland", "Fürsten der Finsternis – Vampirkult im Film", "Visionen und Alpträume – Die Stadt der Zukunft im Film", "Fantastische Welten, perfekte Illusionen – Visuelle Effekte im Film" und "Animal Actors – Tierische Stars in Film und TV". Die Ausstellungen entstanden in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern und brachten auch namhafte Gäste wie Pierre Brice ins Filmmuseum. Dies galt auch für viele andere Filmveranstaltungen, bei denen Stars wie Jürgen Prochnow mit ihrem Werk präsentiert wurden.

Bernd Desinger: "Ich bin glücklich und dankbar, dass das Filmmuseum heute diese große Resonanz sowohl beim Publikum wie auch in der Fachwelt erfährt. Dass wir so viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen erreichen, spiegelt sich umgekehrt auch in den Programmen des Filmmuseums."

Im Programm des hauseigenen Kinos "Black Box" hat das langjährige japanische Filmfest "Eyes on Japan" eine besondere Stellung. Das Filmmuseum wurde dafür mit einer Auszeichnung des japanischen Außenministers geehrt. Unter der Leitung von Bernd Desinger wurde zudem der Blick auf die jüngere Filmgeschichte sowie die interaktive Ausrichtung der Dauerausstellung verstärkt. Zu den Projekten seiner Amtszeit gehörte auch die Würdigung und Auseinandersetzung mit der Düsseldorfer Schauspielerin und zweifachen Oscar-Preisträgerin Luise Rainer. An sie erinnern heute ein Stern vor dem Filmmuseum sowie eine nach ihr benannte Straße in Düsseldorf. Die kommissarische Leitung des Filmmuseums übernimmt Philipp Hanke.

Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter https://duesseldorf.canto.de/b/H6E38

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