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Kultur

Filmmuseum Düsseldorf

Filmreihe zu Terrence Malick und Emannuel Lubezki


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

In einer Filmreihe von Sonntag, 3., bis Sonntag, 17. Juni, zeigt das Filmmuseum, Schulstraße 4, das Spätwerk von Terrence Malick, bestehend aus vier Filmen. Diese Filme zeichnen sich durch die für Malick typische "Denarrativierung" aus, zeugen jedoch auch von einer ganz neuen filmischen Sprache, was vor allem an der Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Kameramann Emannuel Lubezki liegt.

In der filmischen Sprache von Terrence Malick ist von Beginn an eine Tendenz auszumachen, die sich gegen konventionelles Erzählen richtet. Seine Filme zeichnen sich dadurch aus, dass der Fokus nicht auf einer stringenten Handlung liegt. Einerseits funktioniert das über die Tonebene in Form von Off-Kommentaren als Gedanken oder Textflächen der Protagonisten, insbesondere geben konkrete musikalische Kompositionen den Takt vor. Andererseits fungiert die Kamera als eigentlicher Protagonist der Filme: Sie scheint die Aktion und Reaktion der Figuren zu steuern. Klingen diese Elemente bereits zu Beginn von Malicks filmischer Arbeit an, perfektioniert er seine Filmsprache im Laufe der Zeit auf den Möglichkeiten des filmischen Zeigens: der Darstellung von Zeit und Bewegung.

Die Zusammenarbeit zwischen Malick und Lubezki beginnt zwar mit "The new World" (2005), doch erst mit "The Tree of Life" (2011) entfaltet sich eine Ästhetik, die in den nachfolgenden drei Filmen "To the Wonder" (2012), "Knight of Cups" (2015) und "Song to Song" (2017) perfektioniert wird. Dabei fallen filmische Formen so zusammen, dass Malicks filmisches Denken zu seiner Essenz kommt. Geprägt von Heideggers Hauptwerk "Sein und Zeit" (1927), zu dem er seine Dissertation schrieb, entwickelt der Regisseur so einen filmischen Standpunkt zu Fragen der Existenz und dem Dasein des Menschen an sich.

Filmprogramm in der Übersicht

Sonntag, 3. Juni, 17.30 Uhr
"The Tree of Life"
USA 2011, 138 Min., OmU, digitalDCP, FSK 12, Regie/Drehbuch: Terrence Malick; Kamera: Emmanuel Lubezki; Darsteller: Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain u.a.
Malick’s All-Star-but-no-Star-Film: Eine Meditation über alles und jeden. Diese zweite Zusammenarbeit mit Emmanuel Lubezki führt beide – Filmemacher und Kameramann – zur "Essenz". "The Tree of Life" gibt die Stoßrichtung vor für das kommende Großwerk und wirft allen Ballast der Vergangenheit über Bord. Der letzte Erzählfilm eines Mannes, der nie erzählen wollte. Nur zeigen.

Sonntag, 10. Juni, 17.30 Uhr
"To the Wonder"
USA 2012, 112 Min., OmU, digitalDCP, FSK 0, Regie/Drehbuch: Terrence Malick; Kamera: Emmanuel Lubezki; Darsteller: Ben Affleck, Olga Kurylenko, Rachel McAdams u.a
Ben Affleck und Olga Kurylenko irrlichtern durch eine exemplarische Beziehungszerfaserung, die allumfassend danach fragt, was uns bewegt, einander zu begehren.

Samstag, 16. Juni, 21 Uhr
"Knight of Cups"
USA 2015, 118 Min., OmU, digitalDCP, FSK 6, Regie/Drehbuch: Terrence Malick; Kamera: Emmanuel Lubezki; Darsteller: Christian Bale, Cate Blanchett, Natalie Portman u.a.
Erzählt wird eine dramatische Geschichte über Liebe und Verrat, basierend auf dem autobiografischen Roman von Fabrice Hubert.

Sonntag, 17. Juni, 17.30 Uhr
"Song to Song"
USA 2017, 129 Min., OmU, digitalDCP, FSK 6, Regie/Drehbuch Terrence Malick; Kamera: Emmanuel Lubezki, Darsteller: Ryan Gosling, Michael Fassbender, Rooney Mara u.a.
In der pulsierenden Musikszene des amerikanischen Südens angesiedeltes Schicksalsdrama, versehen mit dem epischen Atem des Unvergänglichen. Obsession, Verrat, Ambition, (Selbst-)Aufgabe, Schaffensprozess, Versagen und Triumph – all diese Versatzstücke fließen in "Song to Song" ineinander, von Emmanuel Lubezki in Bilder gehüllt, die direkt in die Seele dringen und das Herz zerreißen.


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