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Verkehr

Gartenstadt Reitzenstein: Verkehrsbeobachtung angekündigt

Noch vor den Sommerferien sollen die Verkehrsflüsse auf dem Gelände der Gartenstadt und in der angrenzenden Ludwig-Beck-Straße untersucht werden


Erstellt:
Redaktion: Paulat, Volker

Die Bewohner der Gartenstadt Reitzenstein sowie der angrenzenden Ludwig-Beck-Straße werden in dieser Woche durch das Amt für Verkehrsmanagement über eine anstehende Verkehrsbeobachtung mittels Videotechnik schriftlich informiert. Noch vor Beginn der Sommerferien sollen die Verkehrsflüsse in dem Gebiet näher untersucht werden.

Mit der inzwischen fast abgeschlossenen Bebauung der Grundstücke und der Verkehrsanlagen des ehemaligen Kasernengeländes hat sich eine seitens der Verkehrsmanager nicht erwartete, heftige Kontroverse zwischen Gegnern und Befürwortern der damals von den Betroffenen geforderten Durchfahrtsperre innerhalb der Wohngebiete entwickelt.

Im Jahr 2005 wurde für das brachliegende Gelände ein städtebaulicher Wettbewerb vorgenommen. Als oberstes Entwicklungsziel wurde dabei auf eine nachhaltige und ganzheitliche Konzeption einer neuen Interpretation der "Gartenstadt" und einer sensiblen Einbindung in die Umgebung abgestellt. Darauf wurde auch die Planung der verkehrlichen Erschließungsanlagen ausgerichtet, die im September 2008 von der Bezirksvertretung 6 (Lichtenbroich, Unterrath, Rath, Mörsenbroich) mit großer Mehrheit beschlossen wurde.

Die Erschließungs- und Wohnstraßen wurden unter Berücksichtigung des vorliegenden Konzeptes und richtlinienkonform auf die erforderlichen Mindestmaße beschränkt. Während die ringförmigen Erschließungsstraßen mit maximal 30 Stundenkilometern befahren werden können, sind die Wohnstraßen als verkehrsberuhigte Bereiche ausgeschildert, in denen maximal Schrittgeschwindigkeit zulässig ist.

Ein wesentlicher Punkt der Verkehrsplanung war die Vermeidung kritischer Verkehrsbelastungen und möglicher Schleichverkehre zwischen der Heinrichstraße und der Lenaustraße. Auf der Grundlage eines Verkehrsgutachtens wurde daher geplant, zwischen der Straße "Zur Weide" und der Straße "Zur alten Kaserne" eine Durchfahrtsperre mittels Pollern einzurichten. Die Sperre fand daher auch Eingang in die textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes als Zugeständnis an die Anwohner der Ludwig-Beck-Straße als Verfahrensbeteiligte einerseits und im Einvernehmen mit der zuständigen Bezirksvertretung 6 andererseits.

Zur Klärung und Überprüfung der verkehrlichen Situation wird nun die  Stadtverwaltung vor einem endgültigen Setzen der Poller zunächst eine Verkehrsbeobachtung vornehmen, um einen objektiven Eindruck der tatsächlichen Verkehrsverteilung in dem Gebiet zu erhalten. Nach Vorliegen der Ergebnisse wird ein Vertreter des Amtes für Verkehrsmanagement die Politiker und alle weiteren Beteiligten in der für die Entscheidung zuständigen Bezirksvertretung 6 informieren.

Darüber hinaus appellieren die Zuständigen in der Landeshauptstadt an die Anwohner, durch rücksichtsvolles Verhalten im Sinne des § 1 der Straßenverkehrsordnung, die Grundlagen eines sicheren "verkehrlichen" Miteinanders zu schaffen. Der Ruf nach Abhilfe durch technische Zusatzeinbauten oder regelndes Eingreifen ist immer ein letztes Mittel, um Dritte (nämlich Verwaltung und/oder Politik) zu veranlassen, eine Entscheidung zu treffen, die dann leider für alle reglementierend oder einschränkend ist.

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