Pressedienst Einzelansicht

Kultur Veranstaltungen

Gastkünstler stellen aus

Igir Ruf aus Zagreb und Djurdja Sivacki aus Belgrad im Gastatelier Franz-Jürgens-Straße


Erstellt:
Redaktion: Bergmann, Michael

Igir Ruf aus Zagreb und Djurdja Sivacki aus Belgtrad sind derzeit in Düsseldorf zu Gast und stellen im städtischen Gastatelier Franz-Jürgens-Straße 12 am Wochenende 23. und 24. September ihre in Düsseldorf entstandenen Arbeiten aus. Die beiden Ausstellungen sind am Samstag, 23. September, von 14 bis 20 Uhr, und am Sonntag, 24. September, von 12 bis 18 Uhr, zu besichtigen. Alle Kunstinteressierten sind auch zur offiziellen Eröffnung am Samstag, 23. September, 18 Uhr, in den Ateliers 3 und 10 herzlich eingeladen. Die Einführung hält Kurator Michael Voets. Der Eintritt ist frei.

Der kroatische Bildhauer Igor Ruf, geboren 1984, entwickelt seine Skulpturen und Objekte in Anlehnung an Alltagsgegenstände, die in ungewohnte funktionale oder formale Zusammenhänge gestellt werden. Wiederholt lässt sich die Verbindung von Objekt- und Möbeldesign mit geomorphen Formen beobachten: Ein Gebirge erhebt sich aus der Platte eines Bürotisches, eine geheimnisvoll beleuchtet Landschaft findet sich im Inneren eines Reisekoffers, ein gleichsam eingefrorenes Feuer bekrönt als plastische Form einem Hocker. Die Plastiken entsprechen dem surrealistischen Credo, welches Lautréamont als "das zufällige Zusammentreffen einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch" beschrieb. Anlässlich der Kunstpunkte zeigt Igor Ruf eine Videoprojektion sowie in Düsseldorf entstandene Skizzen und Notate, die einzelne Facetten des künstlerischen Denkens über die heutige urbane Realität andeuten. I

Die 1983 geborene serbische Künstlerin Djurdja Sivacki zeichnet und malt. Ihr besonderes Interesse gilt den Papierarbeiten in mittleren Formaten, die Motive gestaltet sie in Mischtechnik. Ein thematischer Schwerpunkt ihrer Arbeiten sind Ateliersituationen, Interieurs und Stillleben, die den Raum und das Handwerkszeug der Malerei schildern. Die Ansichten sind realistisch gehalten, detailliert und in der Lichtregie atmosphärisch aufgeladen. Andere Arbeiten entwickeln sich eher abstrakt, sie formulieren suggestive Räume und Wesenheiten in einer mikrokosmischen Welt. Die vor Ort entstandene großformatige und mehrteilige Buntstiftarbeit auf Papier durchsetzt die reale Studiosituation mit abstrakten Strukturen, die aus den Gegebenheiten des Raumes heraus zu wachsen scheinen.

PDF TXT