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Soziales Veranstaltungen

Gegen Altersarmut und Einsamkeit

Fachtag des Kommunalen Integrationszentrums: Ansätze zur migrationssensiblen Ausrichtung


Erstellt:
Redaktion: Bergmann, Michael

Alle interessierten Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind am Freitag, 15. März, von 14.30 bis 19 Uhr unter dem Motto "Gegen Altersarmut und Einsamkeit - Ansätze zur migrationssensiblen Ausrichtung" zu einem Fachtag ins Haus der Kirche, Bastionstraße 6, eingeladen. Der geplante Fachtag widmet sich den Bedürfnissen von Menschen mit Migrationshintergrund im Alter und baut auf den Handlungsempfehlungen des Fachtages Armut und Einsamkeit im Alter von April 2018 auf. Er wird vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) Düsseldorf im Amt für Migration und Integration und vom Amt für Soziales in Kooperation mit dem Integrationsrat und dem Seniorenrat durchgeführt.

Zu Beginn des Fachtages gibt es einen fachlichen Impulsvortrag von Prof. Dr. Antonio Brettschneider, TH Köln, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften. Im Anschluss sind interaktive Workshops zur Thematik geplant. Die Veranstaltung wird durch Serap Güler, Staatssekretärin für Integration des Landes NRW, eröffnet. Darauf folgen Grußworte von Katharina Kabata, Vorsitzende des Integrationsrates, und Dr. Hartmut Mühlen, Sprecher des Arbeitskreises Dialog der Generationen und Kulturen des Seniorenrates der Landeshauptstadt Düsseldorf.

2017 lebten in Düsseldorf 120.643 Personen ab 65 Jahre und älter. Davon gehörten 35.433 zu der Gruppe der Hochbetagten, waren also über 80 Jahre alt. 69.419 Personen waren weiblich. 105.324 Personen waren deutsch. 15.319 Personen hatten eine ausländische Nationalität. Der Anteil der Altersgruppe ab 65 Jahre und älter an den Einpersonenhaushalten lag mit rund 46.700 Haushalten bei 24,3 Prozent und kann zugleich als Indiz für eine Einsamkeit im Alter gewertet werden.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat 2012 in einem Bericht die Situation von älteren Migrantinnen und Migranten beschrieben. Die vorgestellte Modellrechnung zeigt, dass ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bis 2032 von 1,4 Millionen auf 3,6 Millionen steigen wird. Die Kommunen stehen damit vor der herausfordernden Aufgabe, eine gleichberechtigte Teilhabe und eine bedarfsgerechte Versorgung älterer Migrantinnen und Migranten zu gewährleisten. Ältere Migrantinnen und Migranten müssen sich neben migrationsspezifischen Problemen auch mit altersspezifischen Fragen auseinandersetzen. Mit den spezifischen Bedarfslagen müssen sich die Einrichtungen und Dienste der Altenhilfe auseinandersetzen und Konzepte und Maßnahmen dafür entwickeln.

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