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Umwelt

Gehölzarbeiten und Baumfällungen in Gerresheim, Knittkuhl und Urdenbach

Stadtgärtner auf dem Gerresheimer Waldfriedhof in der Urdenbacher Kämpe und Am Mergelsberg im Einsatz


Erstellt:
Redaktion: Paulat, Volker

Die Stadtgärtner nehmen aktuell in drei Stadtteilen Baumfällungen und Gehölzschnitte vor. Sie sind auf dem Gerresheimer Waldfriedhof in der Urdenbacher Kämpe und Am Mergelsberg in Knittkuhl im Einsatz. Alle Arbeiten werden bis Ende des Monats Februar abgeschlossen sein.

Urdenbacher Kämpe: Pappeln müssen weichen

Die Urdenbacher Kämpe ist mit 316 Hektar Fläche das größte Naturschutzgebiet Düsseldorfs. Sie ist ein typisches Stück alter niederrheinischer Kulturlandschaft, wo Kopfweiden, Obstbäume und wertvolle Feuchtwiesen vorkommen. In den Jahren 2011 bis 2014 hat die Biostation Haus Bürgel im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde ein Pflege- und Entwicklungskonzept für die Lebensräume der Urdenbacher Kämpe erstellt. Dieses Konzept wurde mit den zuständigen Behörden, Eigentümern, Pächtern und Naturschutzverbänden diskutiert und öffentlich vorgestellt. Im letzten Jahr hat die Biostation Haus Bürgel bereits mit der Umsetzung begonnen, die Untere Naturschutzbehörde führt nun weitere Arbeiten durch.

Zum Erhalt des sensiblen Naturraums und der charakteristischen Streuobstwiesen in der Urdenbacher Kämpe müssen einige Hybridpappeln gefällt werden. Am Ausleger fallen sechs Pappeln. Die Bäume stehen in einer Streuobstweide und der Schattenwurf der großen Kronen beeinträchtigt das Wachstum der Obstbäume und behindert darüber hinaus Ergänzungspflanzungen. Hinzu kommt, dass die Pappeln aufgrund ihres Alters zunehmend brüchig sind.

Am Ende der "Engen Gasse" werden fünf Pappeln an der südlichen Grenze einer Streuobstweide gefällt. Auch in diesem Fall wird das Wachstum der Obstbäume beeinträchtigt. 

Die Obstwiesen sind ein typisches Stück alter niederrheinischer Kulturlandschaften und besonders schützenswert. In der Urdenbacher Kämpe gibt es rund 850 Birnbäume und 400 Apfelbäume. Die Obstbäume bereichern die Landschaft und sind Lebensraum selten gewordener Vögel wie des Steinkauzes. Auch Grünspecht, Gartenrotschwanz und Hohltaube leben im Grün der Kämpe. Die Fällung der Pappeln dient der Erhaltung und Förderung der Obstwiesen.

Mit Rücksicht auf das Landschaftsbild bleiben große Pappelgruppen im Umfeld der Obstwiesen erhalten. In unmittelbarer Nähe bleiben einige Baumrelikte stehen, die als "Spechtbäume" den Landschaftsraum bereichern. Die Fällarbeiten wurden mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und werden bis Ende Februar abgeschlossen sein. Am Ausleger kann es zu kurzfristigen Sperrungen kommen. Das Gartenamt bittet dafür um Verständnis.

Gehölzpflege in Knittkuhl

Die rund 3.000 Quadratmeter große Böschung mit dichtem Gehölzbestand Am Mergelsberg im Stadtteil Knittkuhl wird von einem Fachbetrieb im Auftrag des  Garten-, Friedhofs- und Forstamtes am Mittwoch, 15. Februar, aus Verkehrssicherheitsgründen bearbeitet.

Neben erforderlichem Gehölzrückschnitt, werden auch etliche Ahornsämlinge entfernt. Die Baumkontrolle hat zudem ergeben, dass zwanzig größere Bäume und 31 kleinere Bäume gefällt werden müssen. Die zu fällenden Bäume sind teils bereits abgestorben, andere weisen massive Schädigungen durch holzzersetzende Pilze auf.

Der Böschungsbereich ist sehr steil, es wird daher ein Kran zum Einsatz kommen. Während der Arbeiten muss Am Mergelsberg vorübergehend eine Fahrspur gesperrt werden. Verkehrsbeeinträchtigungen sind nicht zu vermeiden, werden aber versucht so gering wie möglich zu halten. Das Gartenamt bittet dafür um Verständnis.

Gehölzarbeiten auf dem Gerresheimer Waldfriedhof
Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt führt ab Montag, 20. Februar, umfangreiche Gehölzarbeiten am Eingang des Gerresheimer Friedhofs durch. Im Zuge dieser Arbeiten werden die Rhododendronbestände zurück geschnitten.
Die 45 Meter lange Rhododendronhecke ist stark überaltert und droht auseinander zu brechen. Die städtischen Gärtner haben sich deshalb entschlossen, die Hecke auf der gesamten Länge noch vor dem Austrieb zurück zu nehmen. Die Verjüngung der Bestände ruft immer wieder Skeptiker auf den Plan, die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die Rhododendren die Maßnahmen gut überstehen und sie durch zahlreiche Austriebe sogar danken. Langfristig dient die radikale Maßnahme der Erhaltung der Bestände.

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