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Gesundheit
Grenzübergreifendes "SHE-Projekt" startet offiziell
Grenzen überwinden, Wissen teilen: Netzwerk stärkt Zusammenarbeit zu Themen des öffentlichen Gesundheitsdienstes im deutsch-niederländischen Grenzgebiet
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Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist mit dem Gesundheitsamt Partnerin des Projektes "SHE – Sustainable Healthy ERMN (Euroregion Rhein-Maas-Nord)". Ziel dieses grenzübergreifenden Projektes ist es, die Kommunikation und Kooperation zwischen den Niederlanden und Deutschland im Bereich der gesundheitlichen Versorgung zu verbessern. Rund 80 Interessierte nahmen an der virtuellen offiziellen Auftaktveranstaltung des "SHE-Projektes" am Donnerstag, 28. Januar, teil.
Verschiedene Vorträge, unter anderem vom Universitätsklinikum Düsseldorf, Robert Koch-Institut und RIVM (NL) gaben den Teilnehmenden Einblicke zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die psychische Gesundheit und informierten über den aktuellen Stand der Bekämpfung des Coronavirus.
Die Corona-Pandemie zeigt einmal mehr, wie wichtig die euregionale Zusammenarbeit ist. Durch das "SHE-Projekt" sollen euregionale Gesundheitsfragen und Wissen untereinander ausgetauscht, Präventionsarbeit gestärkt sowie die Zusammenarbeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit grenzübergreifend verzahnt und erweitert werden. Neben der Stadt Düsseldorf sind auf deutscher Seite auch der Rhein-Kreis Neuss (Gesundheitsamt), die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie der Kreis Viersen Partner des Projekts. Auf niederländischer Seite beteiligen sich die Stiftung EPECS, die die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung fördert, euPrevent, ein euregionales Netzwerk zur Gesundheitsförderung der Bewohner*innen in europäischen Grenzregionen, GGD Zuid (Süd-)Limburg und Veiligheidsregio Limburg-Noord.
Enger Austausch zur Erreichung der Substainable Development Goals (SDG)
Das Hauptziel des "SHE-Projektes" besteht darin, eine Grundlage für die Umsetzung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung - auch bekannt als "Substainable Development Goals (SDG)" - auf euregionaler Ebene zu schaffen. Bei den SDGs handelt es sich um politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen, welche weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Um die SDGs in der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit im Rahmen des "SHE-Projektes" zu erreichen, sollen unter anderem Einblicke in die Strukturen des Gesundheitswesens in den Niederlanden und in Deutschland gewonnen werden und ein Wissensaustausch zu Themen wie übertragbaren Krankheiten stattfinden. Zudem sollen Jugendliche, schwer erreichbare Zielgruppen und Migrant*innen angesprochen und hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgungsstruktur sensibilisiert werden. Somit soll ein euregionales Netzwerk in der ERMN entstehen und Bürger*innen beteiligt werden.
Um diese Ziele zu erreichen, werden unter anderem Formate wie Workshops, Studientage, Bürgerforen, Kongresse und Praktika für Fachleute sowie Fachberichte genutzt. In regelmäßigen Projekttreffen werden gemeinsame Aktivitäten und deren Inhalte besprochen. Außerdem werden die Projektteilnehmer*innen ein Sprachtraining der jeweils anderen Landessprache zur besseren Verständigung absolvieren.
Hintergrund: "SHE-Projekt"
Im Juli 2020 startete das "SHE-Projekt". Gefördert wird das Projekt mit 348.000 Euro durch INTERREG V A Deutschland-Niederlande, einem Strukturfonds zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in der EU, die Provinz Limburg und durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE NRW). Das Projekt endet nach zwei Jahren.
Weitere Informationen zum "SHE-Projekt" gibt es auf der Webseite unter: https://euprevent.eu/de/she/