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Kultur Bildung Internationales
Heine-Stipendium für Studentin aus Chongqing
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Um die internationale Heine-Forschung weiterhin zu vernetzen, hat die Landeshauptstadt Düsseldorf gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum zweiten Mal ein Heine-Stipendium an eine Forscherin aus einer Partnerstadt vergeben.
"Durch das Heine-Stipendium können wir uns auf wissenschaftlicher und kultureller Ebene intensiv mit den Partnerstädten vernetzen und austauschen. Ich freue mich, dass dadurch auch die internationale Forschung zu Düsseldorfs berühmten Sohn gefördert wird", erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel.
Die aktuelle Stipendiatin ist Jin Chen aus Chongqing von der Sichuan International Studies University. An dieser renommierten Universität hat sie bereits für einige Jahre als Bibliothekarin gearbeitet und ist dort zurzeit als Dozentin tätig. Jin Chen forscht seit mehr als zwei Jahren über das Thema "Fremdheit in der Literatur" und beschäftigt sich mit diesem Phänomen in Heines mehrbändigem Werk der "Reisebilder", das den scharfzüngigen Heine als guten Beobachter und herausragenden Schriftsteller bekannt gemacht hat. "Ich werde in Zukunft versuchen, nicht nur weiter intensiv über Heine zu forschen, sondern auch über Heine zu schreiben, damit noch mehr junge Schüler und Studenten in China Heinrich Heine kennenlernen", kündigt die Heine-Stipendiatin Jin Chen an, die um Heines Popularität in China weiß und selbst bereits in der Mittelstufe Heines Gedichte kennengelernt hat.
Jin Chen ist die zweite Heine-Stipendiatin in Düsseldorf. Die erste Stipendiatin Yanqiong Cai kam im Jahr 2015 ebenfalls von der Sichuan International Studies University aus Chongqing. In Chongqing gibt es seit 2013 ein mit Unterstützung des Heinrich-Heine-Instituts eingerichtetes Heine-Zentrum. "Ich hoffe, dass diese Zusammenarbeit weiter besteht und noch mehr Interesse hervorruft, vor allem bei den Nachwuchswissenschaftlern und Studierenden, dass sie nicht nur Heine lesen und über Heine schreiben, sondern auch Land und Leute kennenlernen und auf diese Weise zum Verständnis der jeweils anderen Kultur und zur Freundschaft der beiden Städte, Chongqing und Düsseldorf, beitragen", sendet die Professorin Feng Yalin, Direktorin des Heinrich-Heine-Zentrums der Sichuan International Studies University ihre Grüße nach Düsseldorf.
Das Heine-Stipendium wird an Studierende aus den Partnerstädten und befreundeten Städten der Landeshauptstadt Düsseldorf vergeben. Es handelt sich um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachbereichen Sprachwissenschaften und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. Als Themenspektrum wird Heinrich Heine, die Heine-Zeit und Heine-Rezeption ausgeschrieben, wobei vor allen Dingen die Originale der weltweit größten und bedeutendsten Sammelstätte für Heines Schriften im Archiv des Heinrich-Heine-Instituts als Forschungsbasis für die Stipendiaten von großem Wert sind. Das Institut für Germanistik der Heinrich-Heine-Universität übernimmt mit dem Lehrstuhlinhaber Professor Volker Dörr und das Heinrich-Heine-Institut mit seiner Direktorin Dr. Sabine Brenner-Wilczek die fachliche Beratung und die Betreuung der Stipendiatin bzw. des Stipendiaten. Interessierte Studierende können sich über ihre Universitäten für das Stipendium bewerben. Gefördert wird das Heine-Stipendium von der Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer Gesamtsumme von 10.000 Euro.

