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Kultur
Heinrich-Heine-Institut beteiligt sich am Projekt "Shared History"
Digitale Ausstellung zeigt Opernglas, Schreibfeder und Manuskript
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Das Heinrich-Heine-Institut beteiligt sich mit drei Exponaten am Projekt "Shared History" des Leo Baeck Institutes – New York | Berlin. Dieses hat das "Shared History Project" anlässlich des 1700-jährigen Jubiläums des frühesten Dokuments, das eine jüdische Gemeinschaft in dem Gebiet des deutschsprachigen Raums erwähnt, ins Leben gerufen.
Das Herzstück des Projekts ist die Internetseite www.sharedhistoryproject.org. Diese enthüllt im Festjahr 2021 wöchentlich ein neues Artefakt jüdischen Lebens im deutschsprachigen Raum. Aus dem Bestand des Heinrich-Heine-Instituts sind ab Samstag, 19. Juni, drei Exponate zu sehen: Das Opernglas aus dem Besitz Mathilde Heines diente dem berühmten Dichter in seinen letzten Lebensjahren in der "Matratzengruft" in der Pariser Avenue Matignon als Fernglas, um das Geschehen auf den Champs-Élysées zu beobachten. Die kostbare Schreibfeder im Etui mit violettem Samt stammt aus dem Besitz Heines. Darüber hinaus ist ein Manuskript von Heine "Lutezia II. Restrospektive Aufklärung" von August 1854 online zu sehen, in dem der Autor sich auf Karl Marx beruft.
Der Heine-Biograf George Prochnik erläutert in seinen Essays, die die virtuelle Ausstellung begleiten, die Exponate und stellt sie in Beziehung zu Heines Leben im Spannungsfeld von Exil und Heimatlosigkeit. Dabei legt er einen besonderen Fokus auf Heines Beziehung zu revolutionären politischen Bewegungen sowie auf die Persönlichkeit Karl Marx.