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Soziales Stadtentwicklung
Hilfen für ältere Menschen mit Migrationshintergrund werden in den Blick genommen
Landeshauptstadt Düsseldorf erhält Zuschlag für Quartiersentwicklungsprojekt in Lierenfeld
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Die Landeshauptstadt Düsseldorf verfügt bereits über eine gut ausgebaute, sozialraumorientierte Infrastruktur für ältere Menschen. Die Betrachtung des Wohnumfeldes, dem Quartier, spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Das Amt für soziale Sicherung und Integration hat nun die Zusage für ein zweites Quartiersentwicklungsprojekt aus dem Landesförderangebot "Entwicklung altengerechter Quartiere NRW" erhalten. In einem Quartier in Lierenfeld, in dem viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, soll speziell die altengerechte Infrastruktur für Menschen mit Migrationshintergrund verbessert werden. Die zentrale Fragestellung dieses Projektes lautet daher, welche Hilfen und Hilfeformen Migrantinnen und Migranten unter welchen Voraussetzungen annehmen.
Das Projekt startet im April 2017 und wird in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Düsseldorf, durchgeführt. Es wird gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Pflege, Emanzipation und Alter des Landes NRW im Rahmen des "Masterplans altengerechte Quartiere NRW". Die Arbeiterwohlfahrt beteiligt sich darüber hinaus mit Eigenmitteln.
Hintergrund:
Das ausgewählte Quartier umfasst sieben Sozialräume nach der sozialräumlichen Gliederung der Stadt Düsseldorf. Sie sind von ähnlicher Infra- und Bevölkerungsstruktur geprägt und werden daher als ein Quartier verstanden und empfunden. Es umfasst die Sozialräume 801 "Erkrather Straße", 802 "Eller nördlich der S-Bahn", 803 "Kuthsweg und Umgebung", 806 "Blümchensiedlung", 807 "Westlich der Posener Straße", 808 "Schlesische Straße" sowie 816 "Gewerbeflächen Lierenfeld".
Der eigentlich in Eller gelegene Sozialraum 802 wurde hinzugenommen, da dort verschiedene Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt angesiedelt sind, die für den erfolgreichen Projektverlauf eine wichtige Rolle spielen. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Alter ab 60 Jahren liegt in den sieben Sozialräumen im Durchschnitt bei rund 30 Prozent.
Bereits seit Januar 2016 erhält das Amt für soziale Sicherung und Integration aus dem gleichen Förderangebot Fördermittel für die altengerechte Entwicklung eines westlich des Hauptbahnhofes gelegenen Quartiers in Stadtmitte. Dort liegt die Trägerschaft bei der Diakonie Düsseldorf.