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Senioren Soziales

"JA" zum Alter: Ehrenamt und ältere Menschen im Fokus

Düsseldorf feiert den Internationalen Tag der älteren Menschen mit einer Oldiebahn-Fahrt für Engagierte


Erstellt:
Redaktion: Klespe, Michelle Shirin

Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen am Donnerstag, 1. Oktober 2026, setzte die Landeshauptstadt Düsseldorf ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement in den "zentren plus". Etwa 25 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger waren stellvertretend für die insgesamt rund 1.124 Menschen, die sich dort monatlich einbringen, zu einer exklusiven Rundfahrt mit der historischen Oldiebahn durch Düsseldorf eingeladen.

Im Anschluss empfing Tim Rankenhohn, stellvertretende Gruppenleitung und Koordination offene Seniorenarbeit im Amt für Soziales und Jugend, die Gruppe an der Endhaltestelle. Dort bedankte er sich persönlich bei den Ehrenamtlichen für ihren wertvollen Einsatz und ihr Engagement.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Das Ehrenamt ist das Fundament einer solidarischen Stadtgesellschaft. Gerade in der Arbeit für und mit älteren Menschen leisten die freiwilligen Helferinnen und Helfer einen unschätzbaren Beitrag dazu, dass Menschen auch mit Beginn des Ruhestands und weit darüber hinaus mitten im Leben bleiben und Gemeinschaft erfahren. Mit dieser Einladung möchten wir stellvertretend allen ehrenamtlich Tätigen Danke sagen für die vielen Stunden, die sie einsetzen, um Lebensqualität und das Miteinander in Düsseldorf zu stärken". 

Vielfältiges Veranstaltungsprogramm rund um den Aktionstag
Die Fahrt mit der Oldiebahn und der Empfang bildeten einen Höhepunkt der Aktionswoche rund um den Internationalen Tag der älteren Menschen. Seit dem 29. September und noch bis zum 6. Oktober 2026 bietet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm zahlreiche Angebote, die die Interessen und Bedürfnisse älterer Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Ein weiterer zentraler Baustein ist der traditionelle "Kulturherbst", den die Landeshauptstadt bereits seit 1998 gemeinsam mit dem Seniorenrat organisiert. Mit passgenauen und vielfach kostenfreien Kultur- und Begegnungsangeboten zu seniorengerechten Tageszeiten fördert das Programm die kulturelle Teilhabe und schafft zugleich Möglichkeiten für Begegnung und Austausch über Generationen hinweg.

Düsseldorf auf dem Weg zur "Age-friendly City"
Die Veranstaltungen rund um den Aktionstag spiegeln nur einen Baustein des langfristigen Ziels der Stadt wider, sich intensiv auf den demografischen Wandel einzustellen und die Angebotspalette für ältere Menschen zu erweitern.

Seit Januar 2026 ist Düsseldorf offizielles Mitglied im globalen WHO-Netzwerk "Age-friendly Cities and Communities". Damit hat sich die Landeshauptstadt dazu verpflichtet, altersfreundliche und barrierefreie Strukturen kontinuierlich auszubauen. Ziel ist es, älteren Menschen ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben im vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen. Strategische Leitlinien hierfür liefert der Aktionsplan "Älter werden in Düsseldorf".

Ein wichtiger Meilenstein für Gesundheit und soziale Teilhabe im Alter ist zudem das neu gestartete Pilotprojekt "Social Prescribing", das sogenannte "soziale Rezept". Über diesen Ansatz können Ärztinnen und Ärzte neben der medizinischen Versorgung gezielt auf soziale Angebote, Bewegungskurse oder Nachbarschaftstreffs aufmerksam machen. Ziel ist es, Einsamkeit im Alter präventiv entgegenzuwirken und den Zugang zu passenden Angeboten und Unterstützung zu erleichtern.

"zentren plus" als Anlaufstellen in den Stadtteilen
Zentrales Herzstück der offenen Seniorinnen- und Seniorenarbeit in den Quartieren bleiben die stadtweit etablierten 32 "zentren plus". Finanziert von der Landeshauptstadt und getragen von den Wohlfahrtsverbänden bieten sie in allen zehn Stadtbezirken vielfältige Freizeit- und Bildungsangebote, Beratung, Unterstützung bei digitalen Fragen und Raum für Begegnung.

Die "zentren plus" arbeiten eng mit weiteren Fachstellen und Einrichtungen zusammen. Dabei entstehen, orientiert an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger in den jeweiligen Stadtteilen, auch spezielle Angebote, beispielsweise für Menschen mit Einwanderungsgeschichte, pflegende Angehörige oder Menschen mit Demenz.

Ergänzt wird die Infrastruktur durch weitere Angebote wie die Aufsuchende Seniorenhilfe und das städtische Pflegebüro.

Weitere Informationen zu den Angeboten der Stadt sowie das vollständige Veranstaltungsprogramm der Aktionswoche sind online unter www.duesseldorf.de/senioren/weltaltentag abrufbar.

Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter https://duesseldorf.canto.de/b/LS8KA.

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