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Jahreswechsel 2019/2020 - enge Zusammenarbeit von Ordnungsamt, Polizei, Hilfsorganisationen und Feuerwehr Düsseldorf


Erstellt:
Redaktion: Wotschke, Annemarie

Ordnungsamt, Polizei, die Hilfsorganisationen und die Feuerwehr Düsseldorf haben zum Jahreswechsel 2019/2020 wieder eng zusammen gearbeitet. Zum vierten Mal nach dem Jahreswechsel 2016/2017 galt auch in diesem Jahr in Düsseldorf eine Allgemeinverfügung "Kein Feuerwerk in der Altstadt".

Wie im Vorjahr waren insgesamt 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Altstadt im Einsatz. Ein Schwerpunkt war die (im Vergleich zum Vorjahr vermehrte) Sicherstellung von Feuerwehrkskörpern in Zusammenarbeit mit der Polizei. Es kam teilweise zum verbotswidrigen Einsatz von Feuerwerkskörpern. In 34 Fällen wurden Personen angetroffen, die verbotswidrig Feuerwerkskörper mitführten. 1.113 sichergestellte Feuerwerkskörper wurden in den mit Wasser gefüllten Containern vernichtet. Kontrollstellen, wie etwa beim Glasverbot zu Karneval, gab es jedoch nicht.

Des Weiteren waren die städtischen Ordnungskräfte unter anderem mit Jugendschutzkontrollen und der Verkehrsüberwachung am Taxistand an der Heinrich-Heine-Allee betraut. Der Taxistand wurde regelmäßig durch Taxen über die Elberfelder Straße angefahren. Es kam nur zu vereinzelten Störungen durch sich stauende Fahrzeuge.

Während ihres Dienstes bis 3 Uhr Nachts konnten die OSD-Mitarbeiter einen jungen Mann feststellen, der im Besitz von Betäubungsmitteln war (Vorjahr: zwei) und der Polizei übergeben, sieben (Vorjahr: 20) Wildpinkler auf frischer Tat ertappen, eine Jugendschutzmaßnahme (Sicherstellung Tabak und Alkohol) durchführen, sowie eine Hilfeleistung (Vorjahr: vier) durchführen. Jugendliche Personen mussten dem Jugendamt in diesem Jahr nicht überstellt werden (Vorjahr: eine).

Um das erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen zu können, wurden bei der Feuerwehr Düsseldorf mehr Einsatzkräfte als üblich eingesetzt, sowie zusätzliche Rettungswagen in den Dienst genommen. Auch die Feuerwehrleitstelle stockte ihr Personal auf, um die eingehenden Notrufe gleichzeitig entgegennehmen und entsprechend die Einsatzlagen disponieren zu können.

Die Feuerwehr, bei der über 260 Kräfte inklusive der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes eingesetzt wurden, fasste die Einsätze zum Jahreswechsel im Zeitraum vom 31. Dezember, 22 Uhr, bis zum Neujahrsmorgen um 7 Uhr wie folgt zusammen (Stand: 1.1.20, 7 Uhr): 95 (Vorjahr: 62) mal rückten die Einsatzkräfte zu Feuermeldungen aus. Dabei brannte bei 63 (Vorjahr: 20) Alarmierungen ein Papier- bzw. Müllcontainer. Im gleichen Zeitraum ereigneten sich 154 (Vorjahr: 157) Einsatzsituationen, in denen ein Rettungswagen angefordert wurde; bei Bedarf unterstützte ein Notarzt.

Aufgrund der erwartet hohen Personendichte in der Altstadt wurde im Bereich Burgplatz ein Erste-Hilfe-Bereich durch die Düsseldorfer Hilfsorganisationen betrieben. Dort versorgten die Sanitäter 26 (Vorjahr: 17) Patienten, wovon fünf Personen weiter in ein Krankenhaus  transportiert werden mussten. Es musste kein Jugendlicher (Vorjahr: einer) nach zu viel Alkoholkonsum betreut werden. Die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern liegt nach jetzigem Kenntnisstand bei fünf (Vorjahr: sechs) Personen.

In einem Fall (Vorjahr: vier) kam es zu verbaler Gewalt gegen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Hierbei kam es zu keinen Verletzungen, es wurde allerdings Strafanzeige gestellt.

Neben den Feierlichkeiten im Bereich der Altstadt gab es in Düsseldorf weitere Großveranstaltungen, die von der Feuerwehr im Rahmen einer Brandsicherheitswache und vom Sanitätsdienst begleitet wurden. Bei keiner dieser Veranstaltungen meldeten die Einsatzkräfte Besonderheiten.

In der Nacht zum Jahreswechsel 2019/2020 kam es zu zwei größeren Einsätzen.

Gegen 2.40 Uhr meldeten Bewohner eines Mehrfamilienhauses auf der Reisholzer Straße in Lierenfeld einen brennenden Sperrmüllhaufen im Hinterhof. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen, schlugen die Flammen bereits bis in die zweite Etage und mehrere Wohnungen waren mit Brandrauch gefüllt. Zeitgleich mit der Menschenrettung aus den oberen Etagen konnte das Feuer im Innenhof schnell unter Kontrolle gebracht werden. Mehrere Atemschutztrupps brachten insgesamt 15 Menschen aus den verrauchten Dachgeschosswohnungen ins Freie. In einer benachbarten Kneipe wurden für die Dauer der Löscharbeiten dann insgesamt 42 Betroffene vom Leitenden Notarzt und Rettungswagenbesatzungen in Augenschein genommen. 14 mussten anschließend in einem Großraumkrankenwagen der Feuerwehr weitergehend untersucht werden, ein Bewohner kam anschließend mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.
Zwei Wohnungen sind nach dem Feuer bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Eine Mieterin kam in der Nacht noch bei Freunden unter, die anderen Bewohner waren nicht vor Ort. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.
Bei dem Einsatz kam es zu einem verbalen Übergriff auf eine Einsatzkraft der Feuerwehr, die Situation konnte durch die anwesende Polizei schnell beruhigt werden. Es wurde anschließend eine Strafanzeige gestellt.

Gegen halb fünf am Neujahrsmorgen kam es in Oberbilk auf der Sonnenstraße zu einem ausgedehnten Brand im Treppenraum eines Mehrfamilienhauses. Das Feuer in der dritten Etage brachten die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle. Insgesamt sieben Bewohner mussten das Gebäude verlassen und wurden für die Dauer der Löscharbeiten in einer bereitgestellten Straßenbahn der Rheinbahn durch den Rettungsdienst betreut. Kein Mensch kam zu schaden. Da der Brandrauch sich vom Treppenraum in mehrere Wohnungen ausgebreitet hatte, kontrollierten die Feuerwehrleute insgesamt 15 Wohneinheiten, davon mussten neun gewaltsam geöffnet werden. Aufgrund der unklaren Brandursache und dem entstandenen Brandschaden von mindestens 50.000 Euro, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Nach zwei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet und die Mieter konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Weiterhin lösten insgesamt  zwölf Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet im Berichtszeitraum aus. Diese mussten durch Kräfte der Feuerwehr Düsseldorf kontrolliert werden, wobei allerdings schnell Entwarnung gegeben werden konnte. Sechs Meldungen über Brände auf Balkonen gingen in der Leitstelle der Feuerwehr ein, hier wurde jeweils ein Übergreifen auf die Wohnung durch die Einsatzkräfte verhindert und somit der Schaden gering gehalten. Um die Vielzahl an Brandeinsätze in den ersten Stunden des neuen Jahres zu bewältigen, unterstützten mehrere Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr die Berufsfeuerwehr im gesamten Stadtgebiet.

Gesamteinsatzzahlen der Feuerwehr zum Jahreswechsel vom 31.12.19, 22 Uhr - 01.01.2020, 7 Uhr:

Feuermeldungen: 95 (62)
Technische Hilfeleistungen: 4 (1)
Notfallrettung: 154 (136)
Krankentransporte: 10 (21)
Verletzungen durch Feuerwerk: 5 (Vorjahr: 6)

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