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Kultur Veranstaltungen

Lesung im Goethe-Museum

"Johann Friedrich Reichardt (1752-1814). Musikpublizist und kritischer Korrespondent"


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Das Goethe-Museum, Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2, lädt am Donnerstag, 27. Februar, 19 Uhr zu einer Buchvorstellung mit Musik ein. Es wird der Sammelband "Johann Friedrich Reichardt (1752-1814). Musikpublizist und kritischer Korrespondent" präsentiert. Das Buch beruht auf einer Tagung im Goethe-Museum. Am Donnerstag werden die Mitautoren Regine Zeller, Cornelis Witthoefft und Bernd Kortländer Auszüge aus Johann Friedrich Reichardts journalistischen Werken und Rezensionen sowie Textpassagen aus dem Band lesen. Cornelis Witthoefft spielt auf dem Hammerflügel Kompositionen von Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), Georg Anton Benda (1722-1795), Joseph Haydn (1732-1809), Christian Gottlob Neefe (1748-1798), Johann Abraham Schulz (1747-1800) und Daniel Gottlob Türk (1750-1813). Der Eintritt ist frei.
 
Zu Johann Friedrich Reichardt
Johann Friedrich Reichardt (1752–1814), langjähriger Ansprechpartner Johann Wolfgang Goethes und Friedrich Schillers, gehörte zu den politisch hellhörigen und experimentierfreudigen Komponisten, Musikschriftstellern und Kulturorganisatoren. In Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche stritt er für ein aufgeklärt bürgerliches Musikverständnis. Seine Zeitgenossen schildern ihn als eine rastlos tätige, von Reiselust und Erlebnisdrang getriebene Persönlichkeit. Ludwig Tieck, der in den frühen 1790er-Jahren zu den Gästen im Berliner Haus des Hofkapellmeisters am Preußischen Hof gehörte, befürchtete, dass seine Kräfte durch die "unruhige Vielthätigkeit zersplittert" würden. Reichardt hatte nicht nur das Amt des Hofkapellmeisters inne und hinterließ ein umfangreiches musikalisches Œuvre, sondern wirkte, angeregt durch seine Reisen in die musikalischen Zentren Paris, London oder Wien, auch als kritischer Reiseschriftsteller, Musikpublizist und gefürchteter Rezensent.

Der Sammmelband
Gegenstand des Sammelbandes, welcher im Goethe-Museum vorgestellt wird, sind die von Johann Friedrich Reichardt herausgegebenen Briefe, Journale, Magazine, Zeitungen und Monatsschriften - wie zum Beispiel das Musikalische Kunstmagazin (1782 und 1791), Studien für Tonkünstler und Musikfreunde (1792) oder die Berlinische Musikalische Zeitung (1805/06) - wie auch seine Rezensionen, etwa für die Allgemeine deutsche Bibliothek Friedrich Nicolais, in denen er mit spitzer Feder anklagte, berichtete und kommentierte. In 13 Beiträgen werden Reichardts Aktivitäten als einer der frühen Musikjournalisten ausgelotet, damit kann eine Lücke in der Forschung zu Reichardt und seiner Zeit geschlossen werden. Diskutiert werden seine Zeitzeugenberichte, seine "Zergliederungen" musikalischer Werke und seine ästhetischen und kulturpolitischen Positionierungen.

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