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Kultur

Stadtmuseum Düsseldorf

"Julia Zinnbauer – FLYOVER. Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf"

Eröffnung der Projektraum-Ausstellung findet am Samstag, 3. August, statt


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

In der Nachkriegszeit herrschte zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland ein reger architektonischer Austausch. Auch von Düsseldorf aus flogen Architekten nach New York, Chicago und Los Angeles, um sich mit modernen Gebäuden auseinanderzusetzen, sich Anregungen für den Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimatstadt zu holen und um einen ideellen Anschluss an das Bauhaus herzustellen. Umgekehrt reiste beispielsweise der Architekt Richard Neutra von Los Angeles aus mit seinen Entwürfen an den Rhein und ins Bergische Land. Neuerungen wie Konzepte für Großraumbüros und Einkaufszentren gelangten auf diese Weise nach Düsseldorf und vor allem die Idee des kalifornischen Bungalows wurde dort begeistert aufgenommen.

Ab Sonntag, 4. August, bis zum 15. September präsentiert die Künstlerin Julia Zinnbauer unter dem Titel "FLYOVER" ihre Rechercheergebnisse in Form von Fotos, Videos, Texten und einer  Rauminstallation im Stadtmuseum, Berger Allee 2. Die Ausstellung handelt von den architektonischen Zusammenhängen zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Nachkriegszeit. Julia Zinnbauer: "Sie ist aber auch dem optimistischen Glauben an die Moderne gewidmet und der Sehnsucht nach dem Glamour des Jetset-Zeitalters." In ihren Projekten konserviert und transportiert die Düsseldorfer Künstlerin Julia Zinnbauer die Schönheit und die Atmosphäre außergewöhnlicher Bauten und erzählt deren Geschichten sowie die ihrer Architekten und ihrer Bewohner.

Die Projektraum-Ausstellung eröffnet am Samstag, 3. August, 18 Uhr im Stadtmuseum. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Zur Finissage der Ausstellung am Sonntag, 15. September, 11.30 Uhr, spricht Bazon Brock, emeritierter Professor am Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal, im Rahmen des Formats "Denkerei mobil" zum Thema: "Re - education durch Architektur. Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken".

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