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Bildung Soziales
Kommunales Integrationszentrum veranstaltet digitales Austauschtreffen mit Lehrkräften
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Das Kommunale Integrationszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf organisiert zwei digitale Austauschtreffen, um negative Auswirkungen der Corona-Maßnahmen an Schulen auf neueingewanderte Familien jeweils mit Lehrkräften und Schulleitungen zu diskutieren.
Am Dienstag, 1. Dezember, lädt das Kommunale Integrationszentrum (KI) zunächst alle Lehrkräfte aus den sogenannten Seiteneinstiegsklassen der Schulen im Sekundarbereich ein, also den Klassen mit neueingewanderten Schülern, die einen Nachholbedarf in Deutsch haben. Am Donnerstag, 3. Dezember, wird es dann einen digitalen Austausch mit den Schulleitungen zu diesem Thema geben.
"Die Debatte um die richtigen Maßnahmen im Umgang mit der Corona-Pandemie haben aktuell aufgrund der wieder stark gestiegenen Fallzahlen an Dynamik gewonnen. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte, die selbst an Corona erkrankt sind oder sich in Quarantäne begeben müssen, nimmt zu und damit auch der Bedarf an Distanzunterricht", betont Anna-Maria Weihrauch, Leiterin des KI Düsseldorf. "Mit den schulorganisatorischen Veränderungen, die sich daraus ergeben, wird gerade der intensive Betreuungsbedarf im Unterricht für Seiteneinsteiger vor neue Herausforderungen gestellt. Die Erkenntnisse über die Auswirkungen des Distanzunterrichts während der Schulschließungen in den Frühjahrsmonaten dieses Jahres zeigen, dass besonders Kinder und Jugendliche in prekären sozioökonomischen Verhältnissen häufig nur schlecht durch ihre Lehrkräfte erreicht werden konnten."
Referentin der beiden digitalen Austauschtreffen ist Mareike Heller. Sie forscht und lehrt an der evangelischen Hochschule Berlin gemeinsam mit Professorin Dr. Juliane Karakayali zu den Themen Migration, Rassismus und postkoloniale Theorie und untersuchte die Umsetzung des Seiteneinsteigerunterrichts in Berliner Grundschulklassen. "Um die positiven Effekte der integrierten Beschulung, die die Forschungsgruppe herausgearbeitet hat, auch während des Distanzunterrichts möglichst zu erhalten, müssen wir rechtzeitig geeignete Maßnahmen besprechen und ergreifen." Das sich daraus ergebende Verstärkungspotenzial für Bildungsungleichheit im Blick zu behalten, ist Mareike Heller vor diesem Hintergrund ein großes Anliegen. Im Anschluss zu ihrem Vortrag gibt es für Lehrkräfte und Schulleitungen die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch.
Hintergrund
Das Kommunale Integrationszentrum Düsseldorf organisiert bereits seit 2008 regelmäßige Austauschtreffen für Lehrkräfte, die im sogenannten Seiteneinstieg neueingewanderte Kinder und Jugendliche vor allem in der Deutschförderung unterrichten. Im Laufe der Jahre gab es hierzu unterschiedliche Schwerpunkte. So fand unter anderem in den Jahren 2017 und 2018 eine Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung statt, in der sich die Lehrkräfte zu Themen wie beispielsweise sprachsensibler Unterrichtsgestaltung weiterbilden konnten. Auch wurde in den vergangenen Jahren das Format für eine multiprofessionelle Zusammenarbeit erweitert, sodass auch immer wieder Lehrkräfte aus anderen Fachgebieten inklusive des Herkunftssprachlichen Unterrichts sowie Fachkräfte der Schulsozialarbeit eingeladen wurden.