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Stadtgrün
Kranke, geschädigte und abgestorbene Bäume müssen in den nächsten Monaten gefällt werden
Folgen des Hitzesommers 2018 zeigen sich in den Düsseldorfer Baumbeständen/Vorabinformation durch Kennzeichnung am Baum und auf Online-Karte
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Um einen gesunden Baumbestand an Straßen und in Grünanlagen zu sichern und Schäden zu verhindern, werden die Bäume im Stadtgebiet regelmäßig von speziell geschulten Mitarbeitern des Gartenamtes auf Anzeichen von Krankheiten oder Schäden kontrolliert. Als Ergebnis der aktuellen Baumkontrollen müssen in den nächsten Monaten insgesamt 746 Bäume entfernt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dabei handelt es sich um 349 Straßenbäume und 397 Bäume in Grünanlagen. Die Fällarbeiten werden voraussichtlich Anfang August beginnen und spätestens Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Schon durch den langen heißen und trockenen Sommer 2018 sind laut den Experten im Gartenamt viele Bäume in "Trockenstress" geraten. Die Folgen zeigen sich jetzt in den Düsseldorfer Baumbeständen. Klimaveränderungen und Wassermangel führen dazu, dass immer mehr Bäume geschwächt und damit anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden. Zusätzlich nimmt die Bildung von Trocken- und Totholz in den Baumkronen zu.
Von geschädigten Bäumen können Gefahren, zum Beispiel durch plötzlichen Astbruch oder Umsturz, ausgehen. Drohendes "Baumversagen" wird meistens anhand der Ausbildung bestimmter Schadsymptome erkennbar. So geben etwa Fruchtkörper bestimmter holzabbauender Pilze einen Hinweis auf Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit. Die Mitarbeiter des Gartenamtes überprüfen bei den Baumkontrollen die Vitalität der Bäume und legen gegebenenfalls notwendige Pflegemaßnahmen fest. Bei erkennbaren, eindeutigen Schadsymptomen müssen Fällungen vorgenommen werden. Vor der Fällung werden die Bäume auf Vogelnester untersucht.
Dort, wo Bäume gefällt werden müssen, werden bei Eignung des Standortes Bäume nachgepflanzt. Dabei werden "Zukunftsbäume" verwendet, die unter den zu erwartenden Klimaveränderungen gut gedeihen. So werden etwa Kastanien, die stark von einer Komplexerkrankung befallen werden, durch andere besser geeignete Bäume ersetzt.
Pilzbefall setzt den Bäumen zu
Häufige Ursache für Fällungen sind holzzersetzende Pilze. So treten vermehrt Pilzerkrankungen wie das Eschentriebsterben oder die Rußrindenkrankheit auf. Letztere ist eine typische Folge von außergewöhnlich langen und trockenen Sommern. Dadurch werden Bergahorne so geschwächt, dass sich der Pilz im Holzkörper ausbreiten und schließlich die Rinde zerstören kann. Auch Insekten wie Borkenkäfer machen den Bäumen zunehmend zu schaffen.
Die holzzersetzenden Pilze verringern die Festigkeit des Holzes und gefährden somit die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes. Die Erreger dringen mit ihren Sporen insbesondere in verletzte oder geschwächte Bäume über Wunden am Stamm, an der Krone oder über Wurzeln ein. Einige Pilze wie der Birkenporling kommen nur auf einer Baumart vor. Andere, nicht wirtspezifische Pilze, siedeln sich auf unterschiedlichen Baumarten an. Eine Bekämpfung ist bei fortgeschrittenem Pilzbefall nicht möglich. Zu den besonders aggressiven holzzersetzenden Pilzen zählen der Riesenporling, der Lackporling, der Hallimasch oder der Brandkrustenpilz.
Kennzeichnung am Baum und auf einer Online-Karte
Alle zu fällenden Bäume auf städtischen Grundstücken werden etwa eine Woche vor der Fällung mit einer gut sichtbaren Information am Baumstamm gekennzeichnet. Mithilfe des darauf abgedruckten QR-Codes können interessierte Bürger Informationen mit dem Smartphone abrufen: In einer Kartenanwendung zeigen rote Punkte die Standorte der zu fällenden Bäume. Alternativ ist die Kartenanwendung auch von der Internetseite der Landeshauptstadt Düsseldorf unter www.duesseldorf.de/stadtgruen/baeume-in-der-stadt/neubau.html aus erreichbar.
Wird in der Anwendung unter den "Werkzeugen" das Feld "Objektinformationen" ausgewählt und anschließend mit der Maus auf einen der roten Punkte geklickt, so werden weitere Details wie Baumart, Stammumfang und Grund der Fällung angegeben.