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Gesundheit

Krankenhäuser wollen Situation der Demenzkranken verbessern

Feierliche Unterzeichnung der "Düsseldorfer Charta für den Umgang mit Menschen mit Demenz im Krankenhaus" im Rathaus am Montag, 8. Mai


Erstellt:
Redaktion: Bergmann, Michael

Die Düsseldorfer Krankenhäuser und Oberbürgermeister Thomas Geisel, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, haben eine gemeinsame Charta zum Umgang mit demenzkranken Patientinnen und Patienten unterzeichnet. Das Strategiepapier wurde auf Initiative des Arbeitskreises "Demenz als Nebendiagnose im Krankenhaus" erarbeitet, um die Situation demenzkranker Patientinnen und Patienten zu verbessern. Dazu gehört zum Beispiel, dass Angehörige in die Behandlung mit einbezogen werden, die Beschäftigten im Umgang mit Menschen mit Demenz qualifiziert werden, interdisziplinär zusammengearbeitet wird, die räumliche Umgebung an die Bedürfnisse demenzkranker Menschen angepasst wird und Betreuungsangebote konzipiert werden.

Oberbürgermeister Thomas Geisel zeigte sich erfreut, dass es nun in der Landeshauptstadt Düsseldorf Handlungsempfehlungen zum Umgang mit demenzkranken Patientinnen und Patienten gibt: "Dies ist ein wichtiger Schritt, Menschen mit Demenz besser zu versorgen und den Klinikalltag nach deren Bedürfnissen neu auszurichten. Dies nützt auch den Krankenhäusern, denn die tägliche Arbeit wird dadurch erleichtert."

Die Zahl älterer Menschen im Krankenhaus steigt: Über 50 Prozent der operierten Patientinnen und Patienten waren im Jahr 2014 älter als 64 Jahre. Neben körperlichen Krankheiten treten im höheren Alter vermehrt Demenzerkrankungen auf. Menschen mit Demenz fällt es schwer, sich im Krankenhaus zurechtzufinden. Die fremde Umgebung und die ungewohnten Abläufe machen ihnen oftmals Angst. Das kann zu Abwehrverhalten führen und den klar strukturierten Ablauf im Krankenhaus stören, die Behandlung erschweren und im schlimmsten Fall den Genesungsprozess verlangsamen. Die Beschäftigten in Krankhäusern stehen hier vor neuen Herausforderungen.

Aus diesem Grund wurde der Arbeitskreis "Demenz als Nebendiagnose im Krankenhaus" von der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz und der Konferenz Alter und Pflege ins Leben gerufen. Gemeinsam mit allen Düsseldorfer Krankenhäusern wurde eine Charta entwickelt, die Bausteine für den Umgang von Menschen mit Demenz im Krankenhaus enthält. Die Charta wurde am Montag, 8. Mai, im Jan-Wellem-Saal des Düsseldorfer Rathauses feierlich von Oberbürgermeister Thomas Geisel und allen Vorständen der Düsseldorfer Krankenhäuser unterzeichnet.

 

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