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Kultur Veranstaltungen
Ausstellung im Atelier am Eck
Künstleraustausch zwischen Düsseldorf und Tampere
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Im Rahmen des Künstleraustausches zwischen Düsseldorf und Tampere/Finnland wird im Atelier am Eck, Himmelgeister Straße 107E, eine Ausstellung mit den Werken der finnischen Gastkünstlerin Sirkku Rosi und der Künstlerin Ming-Ming Yin präsentiert. Die Eröffnung der Schau findet am Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr statt. Kuratorin Gesine Kikol gibt eine Einführung. Die Ausstellung beginnt mit zwei Performances: Um 19 Uhr von Sirkku Rosi und um 19.30 Uhr von Ming-Ming Yin.
Sirkku Rosi lebt und arbeitet für zwei Monate als Gast aus Tampere in Düsseldorf. Die Künstlerin ist Stipendiatin der Landeshauptstadt Düsseldorf. Ming-Ming Yin aus Düsseldorf war mit einem Stipendium 2018 in Tampere und stellt in der Reihe "Back from" als Gast mit aus.
Sirkku Rosi
Sirkku Rosi, geboren 1987 in Tampere, Finnland, studierte Freie Kunst und Kunstpädagogik an der Aalto Universität in Helsinki, absolvierte ein Auslandssemester in Rio de Janeiro und schloss ihr Studium 2015 mit dem Master ab. Seit ihrer Rückkehr nach Tampere arbeitet sie als freie Künstlerin und stellt im In- und Ausland aus. Außerdem unterrichtet sie Kunst und gibt Workshops. Nach mehreren Stipendien innerhalb Finnlands bekam sie 2019 ein Residency-Stipendium in Benin, Westafrika, und das Stipendium in Düsseldorf.
Rosi arbeitet seit vielen Jahren hauptsächlich mit zarten Aquarellfarben auf Papier. Manche Bilder sind in sehr kleinen, intimen Formaten gehalten, andere werden so groß, dass man sich einem realen Körper im Bild gegenüber fühlt. Teilweise werden die Arbeiten aus mehreren Papieren zusammengesetzt und werfen Wellen durch das mit Farbe und Wasser getränkte Papier. Die Formen laufen aus, werden abstrakt und behalten dennoch ihre für Sirkku Rosi typische Leichtigkeit. Motivisch beschäftigt sich die Künstlerin mit dem menschlichen Körper, mit fremden Aktmodellen, mit ihren Freunden, aber auch mit ihrem eigenen Körper. Es geht nicht um ein realistisches Abbild, sondern um einen vom Empfinden und Wahrnehmen aus gefühlten Körper, nicht um Idealkörper, sondern um Natürlichkeit und den Blick von innen. Als Kontrast und dennoch logische Ergänzung setzt die Malerin Pflanzen, Gewächse, Blüten und Kakteen den Körpern zur Seite. Sie werden, ähnlich den Abbildungen in botanischen Lehrbüchern, sehr filigran und detailreich dargestellt. Die Pflanzen wachsen aus Körperöffnungen wie den Augen, dem Mund, den Fingernägeln oder schlingen sich durch die inneren Organe. Manche Pflanzen wachsen aus einem Boden von Farbe und werden von dem Modell, beziehungsweise der Künstlerin selbst, versorgt, die als Gärtnerin ihren eigenen Garten – ein Bild für die künstlerische Arbeit – bepflanzt, düngt, zum Wachsen und Erblühen bringt.
Ming-Ming Yin
Ming-Ming Yin, geboren 1970 in Taichung, Taiwan, studierte Freie Kunst in Taiwan, danach an der Kunstakademie in Düsseldorf, zunächst bei David Rabinowitch, bei dem sie 2004 Meisterschülerin wurde und dann bei Georg Herold, bei dem sie 2011 ihr Studium mit dem Akademiebrief abschloss. Seitdem lebt und arbeitet sie in Düsseldorf und zeigt regelmäßig Ausstellungen. 2018 erhielt sie das Residency-Stipendium nach Tampere vom Kulturamt Düsseldorf und nimmt daher in der Reihe "Back from" an der Ausstellung teil.
Sie wird für diese Ausstellung eine raumbezogene Arbeit mit den für sie typischen Materialien wie Luftballons, Klettverschlüssen, Fäden und farbigem Licht, mit performativem Anteil und Musik realisieren.
Die Ausstellung läuft vom 25. Oktober bis 3. November. Die Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 15 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag/Feiertag 14 bis 18 Uhr.