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Umwelt Verkehr

Landeshauptstadt Düsseldorf gründet Mobilitätsgesellschaft

Umweltfreundliche Verkehrsmittel sollen zukünftig besser vernetzt werden


Erstellt:
Redaktion: Paulat, Volker

Einen weiteren Schritt in Richtung Verkehrswende ist der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf in seiner Sitzung am Donnerstag, 28.November, gegangen. Das Gremium beschloss die Gründung einer Mobilitätsgesellschaft. Mit ihrer Hilfe sollen die umweltfreundlichen Verkehrsmittel in Düsseldorf zukünftig besser vernetzt werden.

"Wir brauchen eine Verkehrswende, um den Verkehrsfluss zu beschleunigen und gleichzeitig das Klima und die Gesundheit der Menschen in der Stadt zu schützen. Wir wollen positive Anreize setzen, dass mehr Autofahrerinnen und Autofahrer auf effizientere und umweltfreundlichere Fortbewegungsarten umsteigen. Deswegen wollen wir einen kundenfreundlichen Marktplatz schaffen, der Transparenz über das gesamte Mobilitätsangebot herstellt und es den Menschen erleichtert, die verschiedenen Angebote miteinander zu kombinieren", erläutert Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Der geplante Marktplatz soll aus Mobilstationen im öffentlichen Raum und einer virtuellen Mobilitätsplattform ("App") bestehen. Mobilstationen sind Orte im öffentlichen Raum, an denen ein nahtloser Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln erfolgen kann. Typischerweise liegen sie in der Nähe einer Bus- oder Bahnhaltestelle mit der Möglichkeit, zum Beispiel auf Leihfahrräder und Leihroller umzusteigen. Diese Leihangebote stehen an den Mobilstationen verlässlich bereit. Damit wird auch der Weg der "letzten Meile" für Nutzer von Bus und Bahn vereinfacht, weil sie auf diese Weise Bus und Bahn mit Leihangeboten kombinieren und bequem und verlässlich an ihren Zielort gelangen können. Gleichzeitig sind die Mobilstationen auch ein Instrument, um die vielfältigen Leihangebote im öffentlichen Raum zu ordnen und das unkoordinierte Abstellen einzudämmen.

Die virtuelle Seite des Marktplatzes ist eine digitale Mobilitätsplattform, also eine Applikation, kurz App. Sie bietet allen legalen und genehmigten Mobilitätsanbietern die Möglichkeit, ihr Angebot auf der Plattform darzustellen, um den Menschen einen Überblick über alle Angebote zu verschaffen. Perspektivisch soll die Plattform auch multimodale Verknüpfungen abbilden, also die Kombination verschiedener Angebote für eine Strecke. Damit kann die Nutzung von Bus und Bahn mit den Sharing-Angeboten kombiniert werden und so auch die letzte Strecke ab der letzten Haltestelle komfortabel zurückgelegt werden. Ebenfalls perspektivisch soll ein einheitliches Bezahlsystem - nach Bestabrechnungsgrundsätzen oder Entfernung - integriert werden.

Neben Mobilstationen und der Plattform wird die Gesellschaft auch smarte Lösungen für das Parken zum Beispiel von Pendlern entwickeln. "Unsere Mobilitätsgesellschaft wird als kleine und agile Einheit Treiberin von innovativen Projekten der Verkehrswende sein", ist Oberbürgermeister Thomas Geisel überzeugt.

 

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