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Kultur

Völkermord während der NS-Zeit

Landeshauptstadt gedenkt der ermordeten Sinti und Roma


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Gemeinsam mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW gedenkt die Landeshauptstadt Düsseldorf am Jahrestag des "Auschwitz-Erlasses" der Sinti und Roma Europas, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords wurden. Im Rahmen dessen findet am Montag, 16. Dezember, 17 Uhr eine Kranzniederlegung in der Düsseldorfer Altstadt am Mahnmal "Ehra", Rheinort, am alten Hafenbecken, statt. Worte des Gedenkens spricht dort Bürgermeister Wolfgang Scheffler.

Im Anschluss, gegen 17.30 Uhr, findet eine Gedenkstunde in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, statt. Nach einer Begrüßung durch den Leiter der Gedenkstätte, Dr. Bastian Fleermann, sprechen Roman Franz, Vorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Nordrhein-Westfalen, sowie die Konsulin der Republik Ungarn, Erika Horváth, Grußworte. Unter dem Titel "…und an einem Tag haben unsere Eltern geweint" gestalten Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Rückert-Gymnasiums eine Lesung aus Interviews mit Düsseldorfer Sinti-Überlebenden. Die Band "Hugo Krause & friends" spielt Sinti-Musik.

Hintergrund
Am 16. Dezember 1942 gab Heinrich Himmler den Befehl, die letzten Sinti und Roma aus Deutschland und aus den besetzten Ländern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportieren zu lassen. Dieser berüchtigte "Auschwitz-Erlass" war ein zentraler Befehl zum nationalsozialistischen Massenmord, dem bis zum Kriegsende hunderttausende Angehörige der Roma-Minderheit in nahezu allen besetzten Ländern zum Opfer fielen. 1994 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 16. Dezember zum nationalen Gedenktag in Erinnerung an diesen Völkermord.

Die Gedenkveranstaltung wird gemeinsam von der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW in Kooperation mit dem Netzwerk Respekt und Mut organisiert.

 

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