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Bildung
Landesweiter Fachtag "Gewaltprävention in der Schule: Schule partizipativ gestalten und Demokratie stärken" in Düsseldorf
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Kinder und Jugendliche wollen sich einmischen und mitentscheiden: in der Schule, an ihrem Wohnort, im Jugendzentrum, in ihrer Familie. Aus der Jugendforschung ist bekannt, wenn Kinder und Jugendliche aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung teilhaben, wenn sie bei Entscheidungen, die sie und ihr Umfeld betreffen, mitreden, mitgestalten und mitbestimmen, dann tragen sie wesentlich zur Stärkung von demokratischen Strukturen bei und sind für Gewalt und Extremismus weniger anfällig.
Wie die Partizipation von Kindern und Jugendlichen aussehen oder gestaltet werden sollte, wird beim landesweiten Fachtag "Gewaltprävention in der Schule: Schule partizipativ gestalten und Demokratie stärken" am Dienstag, 30. Oktober, im Weiterbildungszentrum am Bertha-von-Suttner-Platz thematisiert. Mit Impulsvorträgen, Praxisbeispielen und Projektspots wird partizipative Arbeit mit Schülerinnen und Schülern aufgezeigt. Rund 120 pädagogische Fachkräfte aus Schule, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen reflektieren und diskutieren dabei in verschiedenen Themenboxen "Medien", "Demokratie schützen, Demokratie lernen“ und "Partizipation – Beteiligung von klein auf", wie Beteiligungsmöglichkeiten in den Schulen realisiert werden können.
Oberbürgermeister Thomas Geisel, Schirmherr der Initiative "Schule ohne Rassismus", unterstützt den Fachtag und betont: "Düsseldorf ist aktiv gegen Rassismus! Daher ist es gut, wenn auf vielen Ebenen Zeichen für Respekt, Vielfalt und Toleranz gesetzt werden. Ich begrüße es deshalb sehr, wenn sich Schulen dieses Themas annehmen."
Der Fachtag möchte Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen, damit Kinder und Jugendliche gestalterische und politische Handlungsmöglichkeiten erfahren und soziale Kompetenzen erwerben. Ausrichter der Tagung ist das Schulverwaltungsamt, Zentrum für Schulpsychologie der Landeshauptstadt Düsseldorf in Kooperation mit dem Amt für Statistik und Wahlen "Projekt Demokratie Lernen", der Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in NRW, dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung, dem Kriminalpräventiven Rat, dem Schulamt und der Volkshochschule.
Hintergrund:
Für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gibt es zahlreiche rechtliche Grundlagen, beispielsweise die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, die Agenda 21, das Weißbuch Jugend der Europäischen Union, die EU-Equal-Programm-Leitlinien und die Europäische Charta des Europarates zur Beteiligung junger Menschen auf kommunaler und regionaler Ebene. In Düsseldorf vertritt der gewählte Jugendrat die Interessen und Belange der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Stadt. Infos dazu unter: www.duesseldorf.de/jugendrat.html