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Kultur Veranstaltungen

Lateinamerikanische Filmnacht

Am Freitag, 10. Mai, lädt das Filmmuseum zu einem Themenabend


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Am Freitag, 10. Mai, findet erneut die "Lateinamerikanische Filmnacht" im Filmmuseum Düsseldorf, Schulstraße 4, statt. Vor Filmbeginn und in der Pause werden südamerikanische Weine ausgeschenkt und ein kleiner Snack angeboten. Die Besucherinnen und Besucher können den Themenabend so rundum genießen - und das für einen guten Zweck. Denn mit dem Kauf einer Eintrittskarte werden die Kinder-Hilfsprojekte von "FUTURO SÍ" in Lateinamerika unterstützt. Der Eintritt kostet je Film: 10 Euro; inklusive 3 Euro Spende für "FUTURO SÍ".

Das Filmprogramm im Überblick:

Freitag, 10. Mai, 19 Uhr
"El viaje" - "Die Reise"
ARG 1992; 140 Min.; OmU; 35mm; FSK 12; Regie/Drehbuch: Fernando E. Solanas; Kamera: Felix Monti; Darsteller: Walter Quiroz, Soledad Alfaro, Ricardo Bartis u.a.

Fernando Solanas schickt den 17-jährigen Martin Nunca, der mit seiner Mutter und dem Stiefvater in Ushuaia, dem südlichsten Zipfel Argentiniens lebt, auf eine lange Reise der Entdeckungen durch den lateinamerikanischen Kontinent. Mit dem Fahrrad bricht er auf, um seinen Vater zu suchen. Unterwegs sammelt er Erfahrungen und lernt die Facetten verschiedener Orte und Länder kennen. Martin entdeckt die reichen Mythen des Kontinents, die Geschichte der Azteken und der Indios in den Anden genauso wie die katastrophalen sozialen und ökologischen Zustände der Gegenwart. Seine Suche nach dem Vater wird ein aufregendes Durchforsten des Kontinents, wobei Solanas mit wunderbaren Ironien die Widersprüchlichkeiten zwischen Alltagsrealität und Politik aufzeigt.

Anschließend um 22 Uhr:
"El botón de nácar" - "Der Perlmuttknopf"
E/F/CHI 2015; 82 Min.; OmU; digitalDCP; FSK 12; Regie/Drehbuch: Patricio Guzmán, Kamera: Katell Djian

Patricio Guzmán (Nostalgia de la luz", 2010) erzählt die Geschichte Chiles als eine Kulturgeschichte des Wassers und des Pazifischen Ozeans, der den größten Teil der Ländergrenzen von Chile ausmacht. Der Dokumentarfilm erzählt von der indigenen Bevölkerung, die als Volk von Seefahrern eine besonders enge Beziehung zum Wasser hatte und spannt dabei einen Bogen von ihrer Auslöschung und dem Verlust ihrer kulturellen Schätze zu den Toten der Militärdiktatur, die von Pinochets Regime im Meer versenkt wurden. Die Kontinuität der Gewalt in der Geschichte Chiles kontrastiert mit den atemberaubenden Bildern der chilenischen Landschaft. So entsteht ein poetischer Sog zwischen Vergangenheit und Gegenwart eines verletzten Landes und seines einmaligen kulturellen, politischen und landschaftlichen Erbes.


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