Pressedienst Einzelansicht
Kultur Veranstaltungen
Lateinamerikanische Filmnacht 2020
Erstellt:
Das Filmmuseum, Schulstraße 4, lädt am Freitag, 20. März, zur "Lateinamerikanische Filmnacht" ein. Vor Filmbeginn werden südamerikanische Weine angeboten. Genuss für einen guten Zweck: Denn mit dem Kauf einer Eintrittskarte werden die Kinder-Hilfsprojekte von "FUTURO SÍ" in Lateinamerika unterstützt.
Das Filmprogramm im Überblick:
Freitag, 20 März, 19 Uhr
"Pájaros de verano" - "Birds of Passage"
COL 2018; 125 Min.; OmU; digitalDCP; FSK: 12; Regie: Ciro Guerra, Cristina Gallego; Drehbuch: Maria Camila Arias, Jacques Toulemonde Vidal; Kamera: David Gallego; Darsteller: Carmina Martínez, José Acosta, Natalia Reyes u.a.
In den 1970er-Jahren verschlägt es eine Wayúu-Familie in Kolumbien in den florierenden Drogenhandel. In der Wüste von Guajira übernimmt sie eine führende Rolle im Handel mit Marihuana und kommt auf den Geschmack von Reichtum und Macht. Der ethnografisch anmutende Einstieg in die Filmhandlung zeugt von der präzisen Beobachtungsgabe der beiden Regisseure und von dem, was für sie elementar wichtig ist: die Menschen vor Ort. Sie erzählen die Geschichte des beginnenden Drogenhandels aus der Perspektive der betroffenen Bevölkerung, wollen ihre Gesichter zeigen, ihre Traditionen und auch ihre Form des Erzählens. "Wir haben die Seele verloren – niemand beschützt uns mehr", erkennt die Mutter am Ende des Films, der dem Mechanismus des Kapitalismus in die Fratze blickt.
Anschließend um 21.45 Uhr:
"Yuli"
E/CUB/GB 2018; 110 Min.; OmU; digitalDCP; FSK 6; Regie: Icíar Bollaín; Drehbuch: Paul Laverty nach einer Vorlage von Carlos Acosta; Kamera: Alex Catalán; Darsteller: Carlos Acosta, Santiago Alfonso, Keyvin Martínez u.a.
Die wahre Geschichte des afro-kubanischen Ballett-Stars Carlos Acosta, der sich aus einem bescheidenen Vorstadtviertel Havannas auf die Bühnen der Welt tanzt und zum ersten schwarzen Romeo avanciert. Der Regisseurin Icíar Bollaín gelingt eine elegante Mischung aus leidenschaftlichem Tanzfilm und einfühlsamem Biopic. Die inszenierten Sequenzen, in denen die Zuschauerinnen und Zuschauer Acosta als Tänzer erlebt, faszinieren. Gleichzeitig ist ihr Film auch eine Hommage an Kuba. Sie schlägt einen kunstvollen Bogen über drei Phasen der kubanischen Geschichte. Angefangen von der Kindheit Acostas in den 1980er-Jahren, als der karibische Sozialismus noch in voller Blüte stand, über die komplizierten Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bis zur Gegenwart.
Der Eintritt je Film liegt bei 10 Euro, inklusive 3 Euro Spende für "FUTURO SÍ". Ab 18.30 Uhr werden im Foyer südamerikanische Weine angeboten.
Eine Veranstaltung von "FUTURO SÍ" mit Unterstützung durch den "Eine Welt Beirat Düsseldorf".