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Kultur

Mahn- und Gedenkstätte

Lesung: "Es war natürlich eine große Umstellung nötig..."

Erna Eckstein-Schlossmanns Türkei-Erinnerungen am 7. März in der Mahn- und Gedenkstätte


Erstellt:
Redaktion: Mester, Annika

Im Kontext des Internationalen Frauentags erinnern die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e. V. und die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf mit einer Lesung am Donnerstag, 7. März, 19 Uhr, an die Düsseldorfer Kinderärztin Erna Eckstein-Schlossmann. Bei der Veranstaltung in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, liest die Düsseldorfer Schauspielerin Julia Dillmann Auszüge aus den Türkei-Erinnerungen, die Erna Eckstein-Schlossmann für ihre Kinder verfasste. Der Eintritt ist frei.

Erna Eckstein-Schlossmann lebte mit ihrem Mann Albert in Düsseldorf. Beide hatten jüdische Vorfahren. Die demütigende Entlassung ihres Mannes als Leiter der Kinderklinik an der Medizinischen Akademie Düsseldorf führte dazu, dass sie Deutschland im Jahr 1935 zusammen mit ihrem Mann und den drei Kindern verließ.

Sie sei Hitler in gewisser Weise dankbar, äußerte die gebürtige Dresdnerin später, denn die folgenden 15 Jahre in der Türkei erlebte sie als die schönste Zeit ihres Lebens. Die Bezeichnung ihres Hauses in der Türkei als "Botschaft des Herzens" ist Zeuge von einem mutigen Umgang mit neuen Aufgaben und fremden Kulturen. Albert und Erna Eckstein-Schlossmann bauten in der Türkei die Kinderheilkunde maßgeblich auf.

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