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Kultur Veranstaltungen

Heinrich-Heine-Institut

"Markus Lüpertz. Michael Engel. beides in einem"

Vom 20. Januar bis zum 17. März präsentiert das Institut 20 Lithographien von Lüpertz in einer Sonderausstellung


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Das Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, zeigt in Kooperation mit der Galerie Till Breckner vom 20. Januar bis zum 17. März die Sonderausstellung "Markus Lüpertz. Michael Engel. beides in einem". Einen ersten Einblick in die Schau gab es im Rahmen eines Pressegesprächs am Donnerstag, 17. Januar.

Einen Sommer lang vertiefte sich Markus Lüpertz in die Bildwelt der Fresken Michelangelos aus der Sixtinischen Kapelle. Er schenkt seine Aufmerksamkeit den "Ignudi" - den Nackten. Die Jünglinge fallen in der Malerei aus dem Rahmen. Versuche, Michelangelos Darstellung des männlichen Körpers in das christliche Narrativ einzuordnen, liefen bislang ins Leere. Lüpertz zeichnet sich jedoch in die Thematik ein, lässt in seinen Blättern eine wahlverwandtschaftliche Beziehung zu Michelangelo aufblühen.

Begleitend verfasste der Maler die Abhandlung "MICHAELENGEL". Darin macht Lüpertz Michelangelos Kampf um die Decke der "Sixtina" zu seinem eigenen. In Bild und Text trägt er den enormen künstlerischen Anspruch des Vorfahren kraftvoll weiter.

Das Heinrich-Heine-Institut zeigt die 20 Lithographien in der Sonderausstellung.

Zur Eröffnung am Sonntag, 20. Januar, 11 Uhr im Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7-9, und anschließend im Heinrich-Heine-Institut wird Markus Lüpertz aus seinem Buch "MICHAELENGEL" lesen. Oberbürgermeister Thomas Geisel wird ein Grußwort sprechen.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung:
Samstag, 2. Feburar, 11 Uhr
"Mit Heine in der Sixtina": Vortrag von Kurator Heinrich Heil zur Ausstellung "Michael Engel. beides in einem" von Markus Lüpertz mit Bildbeispielen: Heine als Kunstkritiker ist einem breiten Publikum weniger bekannt. Dabei sind seine Kommentare und Anmerkungen anlässlich der Pariser Kunstsalons vorbildlich und treffen des Pudels Kern. Den Kunstkritikern seiner Zeit wirft er mangelnde Poesie vor. Ohne Gespür für das "Kunstgenie", das nur nach "seiner eigenen mitgebrachten Ästhetik beurteilt werden kann" laufe alle Kritik ins Leere. "Jeder Genius muss studiert und nur nach dem beurteilt werden, was er selbst will." Ein Ansatz, den Michelangelo wohl mit Beifall bedacht hätte und der Markus Lüpertz aus der Seele spricht. Der Vortrag folgt dieser Spur.

Samstag, 16. Februar, 11 Uhr
Parabase: Begegnung im Zwischenraum: Michelangelo, der passionierte Bildhauer, der das Bildermalen nicht ohne Widerstand auf sich nahm; und Markus Lüpertz, der Maler, der seine Passion von der Fläche in den Raum zieht. In der aktuellen Ausstellung trifft der Bildhauermaler auf den Malerbildhauer. Unversehens gerät der Betrachter in die Lücke – ins Dazwischen – und erlebt das Geschaute als die Inszenierung einer Parabase, als bewusste Unterbrechung. Das lässt den Betrachter aufschauen, innehalten und im sich öffnenden Zwischenraum weiter sehen.

Sonntag, 10. März, 11 Uhr
Lob der Schönheit: Sonette von Michelangelo Bonarroti. Lesung und Interpretation. Rezitation in Italienisch und Deutsch. Renzo Brizzi, David Brizzi und Heinrich Heil (Kommentar): Fasziniert vom Wohlklang und der Anmut der Sonette Michelangelos stürzt Rainer Maria Rilke sich in die Übersetzung und verliert in der Übertragung ein um das andere Mal die Härte des Ringens und die quälenden Selbstzweifel des Bildhauers und Malers.

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