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Kultur
Einladung
Medientermin 13.6.18: Pressegespräch zum landesweiten Forschungsprojekt "Die Toten des Novemberpogroms"
Erstellt:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Herbst 2018 jähren sich die Novemberpogrome von 1938 zum 80. Mal. Zu diesen Ereignissen ist in den vergangenen 30 Jahren viel stadt- und lokalgeschichtlich gearbeitet worden. Zu einem großen Teil waren und sind diese Publikationen auf lokale Akteure und bürgerschaftliche Initiativen zurückzuführen: auf Schülerprojekte, auf örtliche Gedenkstätten, Stadtarchive, Jugendgruppen oder Geschichtswerkstätten. Neben den zerstörten Synagogen und den Verwüstungen von Wohnungen, Ladenlokalen oder Arztpraxen standen immer auch die Gewaltakte gegen jüdische Menschen im Mittelpunkt solcher Untersuchungen. Zumeist konnte rekonstruiert werden, welche Personen durch Mord, schwere Verletzungen, Schock oder Suizid ihr Leben verloren.
Die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf unternimmt seit Februar 2018 in einem Landesprojekt erstmalig den Versuch, die Gesamtzahl und die Namen derjenigen Personen für das ganze heutige Land Nordrhein-Westfalen zu eruieren, die im Kontext der Pogrome starben oder ermordet wurden. Die Ergebnisse sollen kurz vor dem 9. November 2018 vorgestellt werden. In einem Pressegespräch wird ein erster Zwischenstand des Projekts, das sich noch in der Entwicklung befindet, vorgestellt. Vorgehensweise und Mitwirkung der Archive und Gedenkstätten im Land NRW werden erläutert am
Mittwoch, 13. Juni, 11 Uhr
in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29. Als Gesprächspartner stehen Maria Springenberg-Eich, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Hans Wupper-Tewes, Leiter des Gedenkstättenreferats der Landeszentrale, Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte, sowie Immo Schatzschneider und Gerd Genger, Projektmitarbeiter, zur Verfügung.
Zu diesem Termin ist Ihre Redaktion herzlich eingeladen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Kamphausen