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Medientermin 16.12.16: Gedenken an ermordete Sinti und Roma
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
gemeinsam mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW und anderen Kooperationspartnern gedenkt die Landeshauptstadt Düsseldorf regelmäßig am Jahrestag des "Auschwitz-Erlasses" der Sinti und Roma Europas, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords wurden. Eine Kranzniederlegung findet statt am
Freitag, 16. Dezember, 17.30 Uhr
in der Düsseldorfer Altstadt am Mahnmal "Ehra", Rheinort, am alten Hafenbecken.
Worte des Gedenkens sprechen dort Oberbürgermeister Thomas Geisel und Roman Franz, Vorsitzender des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Nordrhein-Westfalen.
Hintergrund
Am 16. Dezember 1942 gab Heinrich Himmler den Befehl, die letzten Sinti und Roma aus Deutschland und aus den besetzten Ländern in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportieren zu lassen. Dieser berüchtigte "Auschwitz-Erlass" war ein zentraler Befehl zum nationalsozialistischen Massenmord, dem bis zum Kriegsende eine halbe Million Sinti und Roma in allen besetzten Ländern zum Opfer fielen. 1994 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 16. Dezember zum nationalen Gedenktag.
Filmvorführung
Unmittelbar nach der Kranzniederlegung wird in der Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, der Film "Dui Rroma" von Iovanca Gaspar gezeigt, circa 18 Uhr. In dem 45-minütigen Film erzählt der Sinto Hugo Höllenreiner (verstorben im Juni 2015) einem jungen Rom, dem Komponisten Adrian Gaspar, die Geschichte seiner Verfolgung. Adrian Gaspar hat diese Geschichte in ein Oratorium umgesetzt. Der Film ist ein beeindruckendes Dokument des Zeitzeugen Hugo Höllenreiner, der das Vernichtungslager Auschwitz überlebt hat und der sein Vermächtnis, das Geschehene nie zu vergessen, an die junge Generation weitergibt. Eine gemeinsame Veranstaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma NRW in Kooperation mit dem Netzwerk Respekt und Mut.
Ihre Redaktion ist zu den Terminen herzlich eingeladen.
Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Jäckel-Engstfeld