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Soziales Veranstaltungen Gesundheit
Mehr Pflegeplätze durch ambulant betreute Wohngemeinschaften
Konferenz Alter und Pflege organisierte fachlichen Austausch
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Vertreterinnen und Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen, aus der Kommunalpolitik, der Liga Wohlfahrt, der Wohnungswirtschaft, des Bauaufsichtsamtes, des Liegenschaftsamtes sowie Anbieter von Wohngemeinschaften haben sich in Düsseldorf bei der Fachkonferenz Alter und Pflege mit der Frage beschäftigt, wie unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingen mehr ambulant betreute Wohngemeinschaften entstehen können.
Die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtages haben beschlossen, die Kooperation zu verbessern. Damit soll es zum Beispiel möglich werden, freie Grundstücke so optimal wie möglich zu nutzen. Ein Leitfaden mit Rahmenbedingungen wird jetzt unter Federführung des Amtes für soziale Sicherung und Integration in Zusammenarbeit mit dem Liegenschaftsamt, dem Bauaufsichtsamt und dem Amt für Wohnungswesen entwickelt.
Düsseldorf hat Bedarf an Pflegeplätzen. Eine Alternative zu stationären Einrichtungen sind ambulant betreute Wohngemeinschaften. Kleine, flexible "Pflege- und Versorgungseinrichtungen" werden dabei direkt im Quartier angeboten. Das entspricht den Wünschen von älteren Menschen, die auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben möchten.
Hintergrundinformationen
9,86 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Düsseldorfs, das sind 61.953 Menschen, sind 75 Jahre und älter. Zurzeit gibt es in Düsseldorf 5.122 Pflegeplätze. Durch die demographische Entwicklung wird der Bedarf voraussichtlich bis 2020 auf 5.900 und bis 2025 auf rund 6.350 Plätze steigen.
Die Position der Landeshauptstadt zur Entwicklung ambulanter Betreuungsformen ist klar: Die dort betreuten Menschen sollen eine individuell angemessene Qualität ihrer Versorgung erhalten und somit nicht schlechter gestellt werden, als diejenigen, die im Bereich der "klassischen" stationären Wohnform leben.
Aktuell sind im Stadtgebiet insgesamt 21 ambulant betreute Wohngemeinschaften etabliert. Die Größe der bestehenden ambulant betreuten Wohngemeinschaften variiert zwischen vier und zwölf Plätzen. Das Angebot richtet sich an pflegebedürftige, schwer körperbehinderte Menschen, an dementiell erkrankte oder an pflegebedürftige Menschen im weitesten Sinne.
Die Konferenz Alter und Pflege fördert und initiiert die effektive Zusammenarbeit aller für den pflegerischen Bereich in Düsseldorf tätigen Institutionen. Sie wurde vom Amt für soziale Sicherung und Integration organisiert.