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Kultur

Atelier am Eck

Moskauer Positionen in Düsseldorf

Die Künstler Igor Samolet und Vladimir Zuev präsentieren vom 17. bis 26. November ihre Werke


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Igor Samolet und Vladimir Zuev wurden im Rahmen des Künstleraustausches zwischen Düsseldorf und Moskau für zwei Monate eingeladen, in Düsseldorf zu leben und zu arbeiten. Sie sind Stipendiaten der Landeshauptstadt Düsseldorf. Vom 17. bis  26. November zeigen sie ihre Werke im Atelier am Eck, Himmelgeister Straße 107e. Die Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 16. November, 19 Uhr.

Die Werke von Igor Samolet (geboren 1984) lassen ein Interesse an soziologischen Themen erkennen. Die Motive seiner Fotografien und Fotoinstallationen umkreisen das Leben und die historischen Voraussetzungen in dem ländlichen Distrikt Koslovka/Komi, in dem die Familie von Samolet eine Datcha unterhält. Seine Arbeitsweise ist der Collage- und Assemblagetechnik verwandt. Er überträgt Fotografie in Objektzusammenhänge und Skulpturen. Historische Fotografien und Fundstücke ergänzen die Arbeiten und vergegenwärtigen den dokumentarischen Anspruch. Die in Düsseldorf entstandene Serie "See me more" spiegelt in einer sehr intimen Sichtweise den Aufenthalt, die Gedanken und spielerischen Kommentare des Künstlers wider.

Die Fotografien von Vladimir Zuev (geboren 1986) thematisieren die Moskauer Alltagskultur. Mittels Reportagefotografie, Architektur- und Dokumentarfotografie entwirft er Facetten der Moskauer Gegenwart. Seine Reportagen berichten über das Leben in der Metropole. Situative Stillleben kommentieren den Moskauer Alltag: Abfälle, Relikte, auch unerklärliche, merkwürdige Konstellationen von Dingen deuten in ihrer Verlassenheit Geschichten des Lebens an. Großformatig, farbig und weiträumig komponiert erscheinen dagegen die Moskauer Neubauarchitekturen der schnell anwachsenden Vorstädte. Die kritische Distanz zu den Motiven ist in Titeln wie "Terra Nova" den Bildern eingeschrieben. In Düsseldorf hat sich Vladimir Zuev der Dokumentation von Industriearchitekturen und -maschinerien gewidmet. Die Serien sind vorzugsweise in den Neusser Hafengebieten wie auch in den Wülfrather Kalksteinbrüchen entstanden. Sie zeigen Kompositionen zwischen geometrischem Abstraktionswillen und Industrieromantik.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind: Donnerstag und Freitag von 15 bis 20 Uhr und Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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