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Gesundheit
OB besuchte Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin am UKD
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Auch wenn der Tod zum Leben dazu gehört, bereitet vielen Menschen der Gedanke an den Tod Angst und Unbehagen. Oft ist es aber nicht die Angst vor dem Tod selbst, die die Menschen beschäftigt, sondern die Angst vor dem Sterben, vor Schmerzen und Einsamkeit. Die Palliativmedizin, also die reine Behandlung von Schmerz als Symptom, setzt dort an, wo es nur noch Linderung, aber keine Heilung mehr gibt, also nur noch Beschwerden bekämpft werden können. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am Mittwoch, 23. August, das Interdisziplinäre Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Düsseldorf besucht. Bei einem Gang über die Station und in intensiven Gesprächen mit den Mitarbeitern machte er sich einen Eindruck von der Arbeit einer Palliativstation und informierte sich über die Behandlung und Pflege, die eben jene Schmerzen und Ängste bekämpft.
Hintergrund
Zum 1. Juni 2011 eröffnete das Universitätsklinikum Düsseldorf eine Palliativstation mit acht Betten für schwerstkranke oder sterbende Patienten. Der Bau der Station wurde mit rund drei Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II des Bundes finanziert. Bereits im März 2010 hatte das Universitätsklinikum das Interdisziplinäre Zentrum für Palliativmedizin (IZP) gegründet, dessen Konsildienst Patienten auf den Bettenstationen in unterschiedlichen Kliniken begleitet.
Mit der Einrichtung der Station fügt das Universitätsklinikum Düsseldorf ein weiteres Element zur palliativen Versorgung fortschreitend und unheilbar erkrankter Patienten hinzu. Während des stationären Aufenthalts werden auf der einen Seite die belastenden Krankheitssymptome wie Schmerzen, Übelkeit oder Luftnot zurückdrängt und andererseits versucht, die psychische Stabilität der Patienten - und oft auch der Angehörigen - zu fördern, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Neben den Ärzten betreut ein besonders für die palliative Versorgung ausgebildetes Team aus Pflegekräften, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Kunsttherapeuten und einem Sozialarbeiter die Patienten. Die Station bietet in einem Wohnzimmer und weiteren Gemeinschaftsräumen genügend Platz für therapeutische Angebote und Begegnung.
Im September ist die offizielle Gründung eines Fördervereins zur Unterstützung der Palliativmedizin am Universitätsklinikum geplant. Die Gründungssitzung ist für den 19. September vorgesehen. Schon jetzt gibt es viele Vereine und Privatpersonen, die regelmäßig die Versorgung von Palliativpatienten in der Düsseldorfer Uniklinik unterstützen. Mit dem Förderverein kann auch dieses vielfältige Engagement zukünftig optimal koordiniert werden.
