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Oberbürgermeister Geisel nimmt an der Konferenz der Partnerstädte in Chemnitz teil


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Redaktion: Herden, Ingrid

Oberbürgermeister Geisel reist am 10. April in die Partnerstadt Chemnitz, um an der  Konferenz "Städtepartnerschaften in herausfordernden Zeiten" teilzunehmen. Die Partnerstädtekonferenz im Chemnitzer Rathaus widmet sich den Schwerpunktthemen Stadtentwicklung und Kultur, vor allem aber explizit der Bewerbung der Stadt Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025. Ziel ist der Austausch mit den Partnerstädten darüber, wie der öffentliche Raum erlebt, inszeniert, entwickelt und gestaltet werden kann. Im Zentrum der Konferenz stehen Best-Practice-Beispiele und Prozesserfahrungen aus den Partnerstädten Chemnitz‘: Neben Düsseldorf gehören dazu Ljubljana, Lodz, Manchester, Mulhouse, Tampere, Timbuktu, Usti nad Labem und Wolgograd.

Oberbürgermeister Thomas Geisel berichtet bei der Chemnitzer Konferenz, wie in Düsseldorf unter dem Titel "Blaugrüner Ring" die Entwicklung einer Kulturmeile vorangetrieben wird. Oberbürgermeister Geisel: "Mit Chemnitz verbindet uns eine enge Städtepartnerschaft, die schon über 30 Jahre währt. Ich freue mich sehr, bei der Partnerstädtekonferenz Know-how aus Düsseldorf einzubringen, aber auch von den Erfahrungen anderer Städte zu hören." Zur Düsseldorfer Delegation gehören auch Vertreter des Büros für Internationale Angelegenheiten, welche die Städtepartnerschaft mit Chemnitz koordinieren. Auch Vertreter des Stadtplanungsamts und der Wirtschaftsförderung nehmen an der Konferenz mit Fachvorträgen teil und berichten über den "Raumwerk D" – die Neuaufstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für Düsseldorf – sowie über die Arbeit des Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft. Eine Besonderheit: Zur Delegation gehören auch zwei Auszubildende der Stadt, die mit Chemnitzer Azubis in Dialog treten.

Zeitgleich ist das EUROCITIES Kulturforum vom 10. bis 13. April in Chemnitz zu Gast – hier haben über 110 Mitwirkende aus 59 Städten Europas ihr Kommen zugesagt. Auch Düsseldorf ist vertreten. Die Delegierten europäischer Großstädte werden sich in Chemnitz darüber austauschen, wie Kultur den Stadtraum erobert. Sie wollen die Rolle betrachten, die Kultur, auch mit Blick auf die Bewerbung der Stadt Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt 2025, bei der Entwicklung und Unterstützung von Netzwerken lokaler Kulturorganisationen spielt.

Hintergrund:
Die Städtepartnerschaft mit Chemnitz hat für Düsseldorf eine besondere historische Bedeutung: Die Partnerschaft wurde 1988 offiziell besiegelt, nach dem Fall der Mauer unterstützte Düsseldorf den Aufbau der Chemnitzer kommunalen Selbstverwaltung sowohl finanziell als auch personell. Bis heute stehen die Stadtverwaltungen bei Fachfragen in Kontakt. Viele Vereine und Verbände unterhalten gute und regelmäßige Beziehungen. Vor allem im Bereich des Sportes (Boxturniere, Marathon) sind die Kontakte intensiv. Gastspiele – ob Theatergruppen der Schulen oder Jazzmusiker – fördern den kulturellen Austausch.

Vor dem Hintergrund der rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018 hat sich Düsseldorf das Ziel gesetzt, den zivilgesellschaftlichen Austausch zu stärken. Der Stadtrat hat hierfür ein Sonderbudget von 10.000 Euro beschlossen. Davon profitieren sollen vor allem Schulen, Vereine und Initiativen, die Projekte zur Stärkung der Demokratie und einer offenen und toleranten Gesellschaft durchführen wollen. Die Einrichtungen können sich beim Büro für Internationale und Europäische Angelegenheiten der Stadt Düsseldorf um eine Förderung bewerben: www.duesseldorf.de/internationales/foerderung.html

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