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Gesundheit
Offen sprechen und nicht schweigen
Gesundheitstelefon zum Weltsuizidpräventionstag am 10. September in Düsseldorf
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Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf richtet zum Weltsuizidtag am Donnerstag, 10. September, ein "Gesundheitstelefon" ein. Unter der Rufnummer 0211-8995312 werden an diesem Tag Fragen von Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürgern rund um das Thema Psychische Gesundheit beantwortet. Die Psychologinnen der Abteilung Sozialpsychiatrie sind erfahren in der Einschätzung psychischer Erkrankungen und Notlagen und beraten Betroffene und Angehörige am Gesundheitstelefon von 9 bis 16 Uhr. Das Angebot ist kostenfrei, auf Wunsch erfolgt die Beratung auch anonym.
Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland rund 10.000 Menschen selbst das Leben und jeder dieser Menschen hinterlässt trauernde und verzweifelte Angehörige und Freunde. Mehr als 100.000 Menschen sind so jedes Jahr von dem Verlust eines nahestehenden Menschen betroffen. "Wir wollen belasteten Bürgerinnen und Bürgern schnelle und fachliche Hilfen anbieten, um frühzeitig Wege aus einer Depression aufzuzeigen", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel, der als Schirmherr des Düsseldorfer Bündnisses regelmäßig Initiativen wie diese zur Aufklärung über Depression sowie zur Suizidprävention unterstützt. "Insbesondere an diesem Tag hoffen wir, mit diesem Angebot viele Menschen zu erreichen."
Die Landeshauptstadt als Mitglied des Düsseldorfer Bündnisses gegen Depression setzt sich intensiv für die psychische Gesundheit von Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürgern ein. Bei einem Großteil der suizidgefährdeten Menschen liegt eine psychische Erkrankung wie eine Depression, Psychose oder Suchterkrankung zugrunde. Die aktuelle Coronapandemie hat ebenfalls weitreichende soziale und psychische Auswirkungen, die zu akuten Notlagen und suizidalen Krisen führen können. Betroffene wagen es häufig nicht, sich mit ihren Ängsten und Nöten anderen anzuvertrauen. "Umso wichtiger ist es, diese Menschen auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen und das Schweigen zu durchbrechen", betont die Beigeordnete Helga Stulgies, die aktuell für das Gesundheitsamt zuständig ist. Die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen erleichtert sind, wenn sie endlich über ihre Suizidgedanken und Ängste sprechen können.
Außerhalb des Gesundheitstelefons zum Weltsuizidpräventionstag bietet der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes stadtweit leicht zugängliche sowie vielfältige und kostenfreie Unterstützungsangebote für psychisch kranke und psychisch belastete Menschen sowie deren Angehörige, Freunde, Kollegen und Nachbarn an. Dabei handelt es sich um Hilfsangebote für den Akutfall (wie zum Beispiel massive Ängste oder lebensmüde Gedanken) oder um weitervermittelnde Angebote in andere Hilfssysteme. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist unter der Telefonnummer 0211-8995391 montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr erreichbar. Weitere Unterstützungsangebote sind im städtischen Internetangebot zu finden unter: www.duesseldorf.de/gesundheitsamt/psychische-erkrankungen/spdi.html sowie unter www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt53/gesundheitsamt/netzwerke_kooperationen/psag/pdf/Krisenwegweiser.pdf.