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Ordnung

OSD deckt Corona-Verstöße auf und ertappt verdächtige Jugendliche

Gaststätten in Flingern und Derendorf verstoßen gegen Coronaschutz/Jugendliche mit Messern und Feilen aufgegriffen


Erstellt:
Redaktion: Baumgarten, Malte Philipp

25 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung registrierte der städtische Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Dienstag, 9. Juni. In der OSD-Leitstelle gingen in dieser Zeit 16 Anrufe ein. Die Gesamtzahl aller zum Thema "Corona" bei der Leitstelle eingegangenen Anrufe seit dem 18. März erhöhte sich auf 7.621.

Die anlassunabhängigen Kontrollen des OSD haben in der am gestrigen Dienstag nur mäßig besuchten Altstadt ergeben, dass dort - anders als noch am vergangenen Wochenende - kein Betrieb gegen die Coronaschutzverordnung verstieß. An der Ackerstraße in Flingern stellte hingegen eine OSD-Streife fest, dass sich in einer von außen scheinbar geschlossenen Gaststätte neben dem Inhaber und einem Angestellten drei Gäste aufhielten, die unter Verstoß gegen das Nichtraucherschutzgesetz rauchten und, bis auf den Angestellten, keine Mund-Nase-Bedeckung trugen. Eine weitere Frau mit heruntergezogener Mund-Nase-Bedeckung wurde auf dem Herren-WC angetroffen. Zudem lagen weder Desinfektionsmittel noch die geforderte Liste zur Erhebung der Gästedaten oder die ebenfalls erforderliche Raumskizze vor. Weiterhin gab der Inhaber an, die Reinigung frei gewordener Tische mit herkömmlichem Glasreiniger statt mit dem erforderlichen Desinfektionsmittel vorzunehmen. Aufgrund der Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz und die Coronaschutzverordnung wurden umgehend Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.   

Auch in einem Imbiss in Derendorf mussten Einsatzkräfte des OSD feststellen, dass dort der verantwortliche Inhaber keine Mund-Nase-Bedeckung trug, kein Desinfektionsmittel vorgehalten wurde, die Tische keinen ausreichenden Abstand zueinander hatten und sowohl die Liste zur Erhebung von Kontaktdaten als auch die erforderliche Raumskizze fehlten. Auch dort wurde durch den OSD ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.  

Am späten Abend kam es schließlich zu einem außergewöhnlichen Vorfall: Einer Streife des OSD-Spätdienstes fiel nach 23 Uhr im Bereich des Benrather S-Bahnhofes ein verwirrt erscheinender Mann auf. Auf Ansprache teilte der Mann mit, dass er aus einem Krankenhaus entwichen und an Covid-19 erkrankt sei. Die OSD-Streife veranlasste daher mit Einverständnis des Mannes die Einlieferung in ein Krankenhaus. Erst gegen 2 Uhr nachts kam schließlich heraus, dass der Mann nicht an Covid-19 erkrankt sei, sondern nur eine Übernachtungsmöglichkeit suchte.

Außerhalb von Corona wurde eine OSD-Streife in einer Grünanlage hinter dem Hauptbahnhof in Oberbilk auf eine Gruppe mehrerer Jugendlicher und Heranwachsender aufmerksam, die sich bei Sichtung der Streife auffällig verhielt. Ein Jugendlicher warf einen Gegenstand ins nahe Gebüsch. Dabei handelte es sich um eine Eisenfeile wie sie beispielsweise bei Einbrüchen verwendet wird. Eine rauchende Frau erwies sich nach Feststellung der Personalien als minderjährig. Bei der Durchsuchung der anderen Jugendlichen fanden die OSD-Einsatzkräfte sowohl ein nach dem Waffengesetz verbotenes Einhandmesser als auch einen offenbar aus einem Verkehrsmittel des ÖPNV entwendeten Notfallhammer. Ein solcher Notfallhammer ist ein beliebtes Utensil bei Autoeinbrüchen. Bei Überprüfung der Personendaten über die Polizei wurde festgestellt, dass der Heranwachsende, der die Feile wegwarf, bekannt für gefährliche Eingriffe in den Schienen- und Bahnverkehr sei. Weiterhin wurden bei einem der Jugendlichen Betäubungsmittel gefunden. Diese Feststellungen nahm die OSD-Streife zum Anlass, die Polizei anzufordern und dieser den Fall zu übergeben.

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