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Kultur Veranstaltungen
Paul-Spiegel-Filmfest "Jüdische Welten"
Filmreihe im Filmmuseum Düsseldorf vom 6. bis 10. Mai
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Anlässlich des 13. Paul-Spiegel-Filmfestes der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf zeigt das Filmmuseum Düsseldorf von Sonntag bis Donnerstag, 6. bis 10. Mai, ausgewählte Filme, die sich mit verschiedenen Aspekten des jüdischen Lebens auseinandersetzen oder in Israel gedreht wurden.
Um mit in Deutschland kaum bekannten israelischen Produktionen eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, werden alle Filme in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. "Wir möchten dem Publikum in Düsseldorf eine neue und frische Sicht auf jüdische und israelische Themen eröffnen. Das ist aus unserer Sicht auch unabdingbar, um antiisraelischen und antisemitischen Tendenzen deutlich entgegenzutreten. Wir sehen immer wieder, dass Intoleranz aus Nichtwissen entspringt. Es ist unsere Aufgabe, dies zu ändern", so Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde.
Zusätzliche Vorstellungen finden im Zeitraum von Mittwoch bis Donnerstag, 2. bis 10. Mai, im UCI Multiplex und im Bambi Filmstudio statt. Weitere Informationen gibt es unter www.juedischewelten.com
Filmprogramm
Sonntag, 6. Mai, 15 Uhr
"Galis - The Journey to Astra"/"Galis- Reise zu Astra"
ISR 2014, 95 Minuten, OmU, digitalHD, FSK 12
Regie: Oded Raz, Drehbuch: David Dahan, Ido Dror, Kamera: Shai Goldman, Darsteller: Tuval Shafir, Eliana Tidhar, Daniel Moreshet u. a.
Der jugendliche Held Yonatan sieht sich in einer postapokalyptischen Welt namens "Astra" mit einem grausamen Herrscher konfrontiert. Sein Ziel ist es, Astra aus den Händen des Diktators zu befreien. Während seines Abenteuers begegnet er alten Freunden und seiner Geliebten. So erzählt der actionreiche Film auch von Freundschaft und Liebe.
Sonntag, 6. Mai, 20 Uhr
"L´Origine de la Violence"/"Der Ursprung der Gewalt"
F, D 2016, 116 Minuten, OmU, digitalDCP, FSK 12
Regie: Élie Chouraqui, Drehbuch: Elie Chouraqui, Fabrice Humbert nach einer Vorlage von Fabrice Hubert, Kamera: Dominique Gentil, Darsteller: Stanley Weber, César Chouraqui, Richard Berry u. a.
Während einer Klassenfahrt in das Konzentrationslager Buchenwald entdeckt ein französischer Deutschlehrer eine Fotografie eines jungen Mannes, dessen Ähnlichkeit mit seinem Vater frappierend ist. Zurück in Frankreich muss er feststellen, dass seine Familie Teile ihrer Vergangenheit bislang geheim gehalten hat. Fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, begibt er sich auf die Suche nach seiner Familiengeschichte.
Montag, 7. Mai, 20 Uhr
"Ha'khata'im"/"Vergangenes Leben"
ISR, PL 2016, 112 Minuten, OmU, digitalDCP, FSK 12
Regie: Avi Nesher, Drehbuch: Avi Nesher nach einer Vorlage von Baruch Milch, Kamera: Michel Abramowicz, Darsteller: Nelly Tagar, Joy Rieger, Doron Tavory u. a.
Sephi Milch, eine talentierte junge Frau, strebt eine Karriere als Komponistin an. Kein leichtes Unterfangen: Im Jahr 1977 wird die Klassik-Szene noch immer stark von Männern dominiert. Parallel dazu hat sie mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Als Tochter von Holocaust-Überlebenden muss sie sich plötzlich auch mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzen, die ihre Familie zu zerreißen droht. In einer ähnlichen Situation befindet sich auch Nana, Sephis Schwester und ehrgeizige Journalistin. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Suche, die sie nach Europa führt. Dort verweben sich ihre persönlichen Geschichten stärker mit aktuellen politischen Geschehnissen, als sie es vorher hätten ahnen können.
Mittwoch, 9. Mai, 20.30 Uhr
"Es war einmal in Deutschla..."
D, B, LUX 2017, 102 Minuten, DF, digitalDCP, FSK 12
Regie: Sam Garbarski, Drehbuch: Michel Bergmann, Sam Garbarski, Kamera: Virginie Saint-Martin, Darsteller: Moritz Bleibtreu, Antje Traue, Tim Seyfi u. a.
Frankfurt am Main, 1946: David Bermann und seine jüdischen Freunde konnten dem Naziregime nur knapp entkommen und träumen jetzt mit vielen anderen von der Ausreise nach Amerika. Doch wie ist das nötige Geld in diesen kargen Zeiten aufzubringen? Plötzlich kommt David Bermann eine zündende Idee: Was brauchen die Deutschen jetzt? Feinste Wäsche aller Art, hübsch verpackt in unglaubliche Geschichten. Gemeinsam ziehen die sechs begnadeten Entertainer von Haus zu Haus und preisen den Hausfrauen mit hinreißender Dreistigkeit ihre Ware an, so dass die Damen gar keine andere Wahl haben, als zuzugreifen. Das Geschäft floriert, die neue Zukunft naht. Doch bald holt Bermann seine eigene Vergangenheit ein: Warum hatte er damals einen zweiten Pass? Und was hatte es mit seinem Besuch auf dem Obersalzberg auf sich? Hat er womöglich mit den Nazis kollaboriert?
Vorprogramm
"Ich war hier"
NL 1971, 90 Minuten, DF, 35mm, FSK 16D, UKR, ISR 2017, 21 Minuten, DF, digital, ab 18
Regie: Kseniya Marchenko, Kamera: Alexander Shpigunov, Oleksy Shelkovy, Kseniya Marchenko
Herbert Rubinstein ist heute 82 Jahre alt. Er lebt in Düsseldorf und hat kaum Erinnerungen an seine grausamen ersten Lebensjahre. Nach 71 Jahren kehrte er zum ersten Mal nach Czernowitz (Ukraine) zurück, um wenigstens einige Informationen zu finden, die seine Lebensgeschichte vervollständigen können. Die junge ukrainische Filmemacherin Kseniya Marchenko erzählt nun Rubinsteins Geschichte, die ihn von Czernowitz über Amsterdam nach Düsseldorf führte und seine Rückkehr nach so vielen Jahrzehnten nach Czernowitz. Während des Zweiten Weltkrieges erlebte Herbert als Jude mit seiner Mutter das Ghetto und entging mit Hilfe gefälschter Papiere knapp der Deportation nach Auschwitz. Heute beindruckt Herbert Teenager und Historiker gleichermaßen mit seiner Sicht auf die Welt und seiner Energie. Zwölf ukrainische Jugendliche der neunten Klasse durften am Filmprojekt mitwirken.
Donnerstag, 10. Mai, 17.30 Uhr
"Pesn Pesnej"/"Das Hohelied"
UKR 2015, 75 Minuten, OmU, digitalDCP, FSK 12
Regie: Eva Neymann, Drehbuch: Eva Neymann, Basierend auf den Werken von Scholem Alejchem, Kamera: Oleg Loginov, Darsteller: Karen Badalov, Vitalina Bibliv, Mikhail Bogdasarov u. a.
Ein jüdisches Schtetl im Jahr 1905. Shimek ist in seine Heimatstadt zurückgekehrt, um die Liebe seiner Kindheit wieder zu sehen. Sie heißt Buyza, soll mit einem anderen Mann verheiratet werden und ist auch als Erwachsene noch immer wunderschön. Shimek erinnert sich an seine Kindheit und muss feststellen, dass er Buyza von ganzem Herzen liebt. Und auch ihre Augen verraten, dass die Liebe zu Shimek nach all den Jahren nicht verschwunden ist. Gibt es für ihre große Liebe eine Zukunft?