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Rauchmelder retten Leben!
Feuerwehr Düsseldorf appelliert an Eigentümer von Wohnungen und Häuser: Eigentum verpflichtet – Rauchmelder nicht nur installieren, auch regelmäßig überprüfen.
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Rauchmelder sind seit dem 1. April 2013 in Neubauten und seit Januar 2017 bei bestehenden Wohngebäuden in Nordrhein-Westfalen Pflicht. Schlafräume, Kinderzimmer sowie Flure, die als Fluchtwege dienen, sind mindestens mit einem Rauchwarnmelder auszustatten.
Seit 2006 gibt es den bundesweiten Rauchmeldertag, dieser findet immer am 13. Oktober statt. "Aus der Praxis wissen wir, dass gerade private Eigentümer von Wohnungen und Häusern oft nicht ausreichend über die geltende Rauchmelderpflicht informiert sind. Vielen ist einfach nicht bewusst, dass sie für die Umsetzung verantwortlich sind, ganz gleich, ob sie ihre Immobilie vermieten oder selbst bewohnen", erklärt Christian Schlich, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Düsseldorf und ergänzt: "Dabei geht es im Ernstfall um Leben und Tod. Denn bei einem Brand kann eine Rauchgasvergiftung schon nach zwei Minuten tödlich sein."
Wenn es zu einem Brand kommt, zählt jede Sekunde. Die Rauchmelder reagieren sofort auf entstehenden Brandrauch und retten durch ihre lauten Alarmtöne regelmäßig Menschenleben. Insgesamt 331 Einsätze hatte die Feuerwehr Düsseldorf im Jahr 2016 im Zusammenhang mit ausgelösten Heimrauchmeldern. Dabei retteten Einsatzkräfte insgesamt 26 Menschen aus den verrauchten Wohnungen. In der ersten Jahreshälfte 2017 waren es bereits 241 Einsätze in Verbindung mit Rauchwarnmeldern, dabei waren es ebenfalls 26 Menschen, die von den Rettungstrupps ins Freie gebracht wurden.
Rauchmelder retten Leben, wenn sie funktionieren
Damit die "kleinen Lebensretter" auch im Notfall Alarm geben können, müssen diese fachgerecht installiert sein und regelmäßig gewartet werden. Das gilt für das Eigenheim, selbstgenutzte Eigentumswohnungen sowie für vermietete Immobilien. Eigentümer sind verpflichtet, die von ihnen oder durch Dritte installierten Geräte gemäß Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und ihre Betriebsbereitschaft sicherzustellen. Feuerwehreinsätze die auf eine mangelnde Wartung der Rauchmelder zurückzuführen sind, können bei dem Eigentümer hohe Kosten verursachen. Die Kosten für den Einsatz der Feuerwehr übertreffen bei weitem die Wartungskosten der Rauchmelder. "Hier appellieren wir an die Bewohner der Immobilien eine jährliche Wartung an den Geräten durchzuführen", sagt Feuerwehrsprecher Tobias Schülpen. Im letzten Jahr rückten die Brandbekämpfer aus Düsseldorf zu 75 Brandeinsätzen aus, bei denen ein defekter oder schlecht gewarteter Rauchmelder Alarm gegeben hat - 49 Mal war dies bereits im ersten Halbjahr 2017 der Fall.
Die Einsatzahlen durch ausgelöste Heimrauchmelder nehmen zwar stetig zu, aber die Einsatzkräfte müssen auch immer wieder feststellen, dass in einigen Wohnungen bis heute noch keine Rauchwarnmelder installiert sind – damit verstoßen die Besitzer gegen geltendes Recht und gefährden die Bewohner der Immobilien.
Rauchmelder für Gehörlose
Auch für Menschen, denen es aufgrund einer Behinderung nicht möglich ist, akkustische Warngeräuse wahrzunehmen, gibt es spezielle Rauchmelder. Dieses Rauchmelder-System für Gehörlose kombiniert eine Zentrale mit einem eingebauten Blitzlicht, einem oder mehreren Rauchmeldern und einem Vibrationsgeber, der beim Schlafen unter das Kopfkissen gelegt wird.
In diesen Fällen wurde durch Rauchmelder-Alarm Schlimmeres vermieden:
Wie schnell ein Rauchmelder zum Lebensretter wird, erfuhr am 27. März 2017 ein Bewohner auf der Itterstraße in Holthausen. Er hatte sich während des Kochens auf sein Sofa gelegt und war eingeschlafen. Nur den aufmerksamen Nachbarn ist es zu verdanken, dass die Feuerwehr schnell vor Ort war. Alarmiert durch den Rauchmelder riefen diese die Notrufnummer 112. Über eine Drehleiter hatten sich die Einsatzkräfte Zugang zu der stark verrauchten Wohnung verschafft. Sie weckten den Mieter und nahmen das angebrannte Essen vom Herd. Der Rettungsdienst untersuchte den Menschen und brachte ihn zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.
Nur wenige Stunden später retteten Rauchmelder gleich 23 Bewohnern eines Mehrfamilienhauses in Düsseldorf Hellerhof das Leben. Kurz nach Mitternacht alarmierte eine Mieterin die Feuerwehr, sie hatte bereits den giftigen Brandrauch in ihrer Wohnung, konnte sich aber wie alle anderen Bewohner bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte aus dem verrauchten Haus retten. Der Mieter aus der brennenden Wohnung kam mit einer leichten Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. Es entstand ein Sachschaden von über 50.000 Euro.
Nicht nur Menschen kann ein Rauchmelder das Leben retten sondern auch Tieren. Am 25. Februar 2017 kam es am frühen Abend zu einem Brand in einer Erdgeschosswohnung auf der Weiherstraße in Unterbilk. Durch Bewohner des Hauses wurde die Feuerwehr beim Eintreffen direkt auf einen Hund in der stark verrauchten Wohnung aufmerksam gemacht. Nur wenige Augenblicke später konnte ein Trupp das Tier in der Wohnung ausfindig machen und ins Freie verbringen. Bis zum Eintreffen des Besitzers betreute ein fachkundiger Feuerwehrmann den Hund und übergab ihn wenig später an sein Herrchen. Die brennenden Einkaufstasche auf der Herdplatte konnten durch die frühzeitige Alarmierung der Feuerwehr schnell gelöscht werden und der Schaden blieb gering.

