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Raum für Kultur- und Kreativwirtschaft: Zwischennutzung der Kassenhalle in der ehemaligen Kämmerei

Das Auswahlverfahren für die Übertragung von Grundstück und Gebäude im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages ist gestartet/Derweil werden etwa 500 Quadratmeter des Leerstandes kreativ genutzt


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Während ein Großteil der ehemaligen Kämmerei aus baulichen und technischen Gründen aktuell nicht nutzbar ist, wurde die ehemalige Kassenhalle durch die Verwaltung als Raum identifiziert, der sich in der Übergangszeit bis zur Veräußerung für eine öffentliche Nutzung eignet. Gemäß dem Wunsch des Rates, mehr temporäre Nutzungen in städtischen Räumen zu ermöglichen, wurde das beim Amt für Wirtschaftsförderung angesiedelte KomKuK - Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft mit der Erschließung beauftragt.

In Abstimmung mit den genehmigenden Ämtern wurde die L-förmige, etwa 500 Quadratmeter große Fläche, die durch zwei deckenhohe Trennwände in drei Räume unterteilt ist, als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum mit Auflagen freigegeben. Die Räumlichkeiten wurden bereits vom Asphalt-Festival mit einer Performance bespielt und vom Düsseldorfer Start-up "Holocafé" in ein Virtual-Reality-Spielfeld verwandelt. Vom 1. bis 10. Dezember dienen sie derzeit als Ausstellungsfläche für die Kunstausstellung "Art Carousel", bei der Kunstwerke zum Teil zu Gunsten der Bürgerstiftung Düsseldorf verkauft werden. Für Februar 2018 ist eine Ausstellung im Rahmen des Düsseldorf Photo Festival geplant. Weitere Nutzeranfragen liegen bereits vor.

"Die ehemalige Kassenhalle der Kämmerei bietet einen kreativen Freiraum im Herzen der Stadt. Mit Blick auf den für die kommenden Monate absehbaren Leerstand öffnet die Verwaltung diesen Raum für Künstler und Kreative. Vom künstlerischen Festival bis hin zum innovativen Start-up - das Angebot wird von sehr unterschiedlichen Vertretern der Kultur- und Kreativwirtschaft genutzt. So kommt der Leerstand nicht zur Ruhe, sondern hilft Kreativen, ihre Ideen und Projekte an zentraler Stelle in der Stadt zu verwirklichen", erklärt dazu Lars Terlinden, Leiter des KomKuK.

Eine Anmietung der ehemaligen Kassenhalle ist vornehmlich Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft für eine Nutzungsdauer von mehreren Tagen bis zu einem Monat möglich. Die anfallenden Betriebskosten liegen bei 40 Euro pro Tag. Da sämtliche Sanitäranlagen sowie Wasserleitungen im Gebäude stillgelegt und versiegelt wurden, sind gastronomische Nutzungen bzw. Veranstaltungen mit Getränke- und Speisenkonsum grundsätzlich nicht möglich. Zudem ist die Personenzahl auf bis zu 200 begrenzt. 

 

Start des Investorenauswahlverfahrens
Eine Nutzung der ehemaligen Kämmerei als städtisches Bürogebäude ist durch die Stadtverwaltung nicht mehr vorgesehen. Stattdessen sollen dort nach einer Sanierung des Gebäudes alternative Nutzungen einkehren. Daher sollen das Grundstück und das Gebäude im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages einem Investor übertragen werden. Das Auswahlverfahren ist gestartet. Hierzu ist ein qualitätsvolles und sich in die Umgebung einfügendes Nutzungskonzept zu erarbeiten und vorzuweisen.

Weitere Informationen zum Auswahlverfahren und zu den vertraglichen Rahmenbedingungen dazu gibt es im Internet unter: www.duesseldorf.de/liegenschaften.html

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