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Samstags um drei - Zu Gast bei Heine

"Pianoforte heißt das Marterinstrument" - ein musikalisch-literarisches Programm mit Vasilena Krastanova (Klavier) und Jan-Christoph Hauschild (Rezitation)


Erstellt:
Redaktion: Buch, Michael

"Pianoforte heißt das Marterinstrument". Ein musikalisch-literarisches Programm mit Vasilena Krastanova (Klavier) und Jan-Christoph Hauschild (Rezitation) veranstaltet das Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12, am Samstag, 30. September, 15 Uhr. Heines Musikkritiken, in denen er das Wirken dieser Stars mit herzerfrischender Respektlosigkeit charakterisiert, haben auch nach über 150 Jahren weder an Witz noch an Schärfe verloren. In der Reihe "Samstags um Drei" rezitiert Jan-Christoph Hauschild daraus. Vasilena Krastanova am Flügel übernimmt den Part der großen Künstlerpersönlichkeit.

Als Zeitungskorrespondent vermittelte Heinrich Heine dem deutschsprachigen Publikum in den 1840er-Jahren ein breites Spektrum des Pariser Musiklebens. Es war ihm vergönnt, große Künstlerpersönlichkeiten wie Rossini und Berlioz, Meyerbeer und Mendelssohn, Liszt und Chopin kennenzulernen. Er begegnete aber auch Klaviervirtuosen, die lediglich mit "mechanischer Fingerfertigkeit" glänzten. Sie galten ihm als Vertreter eines oberflächlichen, rein auf Verwertung bedachten Künstlertums. Missmutig nahm er zur Kenntnis, wie sehr ihr Erfolg vom massiven Reklameeinsatz geprägt war. Mehr und mehr galt ihm das Klavier als modernes Marterinstrument, dem man nirgendwo mehr ausweichen könne: "Diese grellen Klimpertöne ohne natürliches Verhallen, diese herzlosen Schwirrklänge, dieses erzprosaische Schollern und Pickern, dieses Fortepiano tötet all unser Denken und Fühlen, und wir werden dumm, abgestumpft, blödsinnig."

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, inklusive Gebäck sowie Kaffee und Tee. Interessierte können sich anmelden unter Telefon 89-95571 oder per E-Mail an heineinstitut@duesseldorf.de.

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