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Kultur
Sanierung der Oper: Weiteres Maßnahmenpaket soll im Sommer 2020 umgesetzt werden
Inspizientenanlage und Bühnenwagen sollen erneuert werden/Die Kosten liegen bei rund 4,3 Millionen Euro
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Ein weiteres Maßnahmenpaket zur Sanierung der Oper soll in der Spielzeitpause des Hauses im Sommer 2020 umgesetzt werden: Es umfasst die Erneuerung der Inspizientenanlage, die zur Steuerung der Abläufe der Aufführungen auf und hinter der Bühne dient, und des Bühnenwagens. Die Maßnahme ist für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes dringend notwendig. Die Kosten liegen bei rund 4,3 Millionen Euro. Einem entsprechenden Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss hat nach dem Bauausschuss am 12. November jetzt auch der Kulturausschuss in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 14. November, zugestimmt. Der Beschluss wurde im Ausschuss einstimmig gefasst, der Rat berät nun am 28. November über die Vorlage.
Erneuerung der Inspizientenanlage und des Bühnenwagens
Aufgrund der in den letzten Jahren vermehrt auftretenden technischen Schwierigkeiten hat der Stadtrat im Oktober 2017 einen Bedarfsbeschluss gefasst, in dem erforderliche Maßnahmen zusammengestellt und priorisiert wurden. Insgesamt wurden acht Maßnahmenpakete mit einem Kostenrahmen von circa 18 Millionen Euro dargestellt. Sie beziehen sich insbesondere auf die Dachsanierung über dem Foyer sowie den Austausch der Steuerung der Bühnenmaschinerie, des Bühnenwagens und der Audio- und Videotechnik, die unter anderem die Inspizientenanlage umfasst. Zuletzt hat der Rat in seiner Sitzung im Juli Mittel in Höhe von rund 2,83 Millionen Euro für Untersuchungen des Gebäudebestandes sowie die Planung und Ausführung der Sofortmaßnahme zur provisorischen Dachabstützung im Foyer beschlossen. Die statisch erforderliche Abstützung des Foyerdaches wurde in der diesjährigen Sommerspielpause der Oper erfolgreich umgesetzt. Die Untersuchungen des Gebäudes dauern noch an.
Bei der Inspizientenanlage kommt es altersbedingt immer wieder zu Ausfällen. Die ausgefallenen Bestandteile können zunehmend nicht mehr ausgetauscht bzw. repariert werden. Eine verlässliche Funktion kann für die nächste Spielzeit nicht mehr gewährleistet werden. Derzeit werden zudem keine Opern aufgeführt, bei denen der Bühnenwagen eingesetzt werden muss.
Für die Erneuerung der Inspizientenanlage und des Bühnenwagens sind Kosten in Höhe von 4.307.000 Euro ermittelt worden. Die Maßnahme soll wie die Erneuerung der Steuerungstechnik für die Bühnenmaschinerie ebenfalls in der 9-wöchigen Spielzeitpause der Oper 2020 umgesetzt werden. Die Erneuerung der Steuerungstechnik mit Kosten in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro wurde im Rat bereits beschlossen.
Gebäudeanalyse des Operngebäudes
Im März dieses Jahres beauftragte die Politik die Verwaltung eine Projektgruppe "Zukunft der Oper" einzurichten und den Zustand des Opernhauses zu analysieren. Seit einigen Monaten wird das Gebäude vertiefend untersucht, daneben wird aber auch eine Erweiterung oder aber auch ein Neubau des Opernhauses geprüft. Sobald alle Ergebnisse Ende 2019 vorliegen, werden diese zusammengeführt und Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.