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Sanierung städtischer Gebäude: 2019 sind rund 600 Maßnahmen an über 90 Standorten geplant
Stadtkämmerin Dorothée Schneider berichtete im Bauausschuss über weitere Ergebnisse der Projektgruppe
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Stadtkämmerin Dorothée Schneider hat in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 15. Januar, weitere Ergebnisse der Projektgruppe zur Sanierung städtischer Gebäude vorgestellt.
Die Ergebnisse
Die systematische Gebäudezustandserfassung bietet einen Überblick der zu erwartenden Handlungsbedarfe in den nächsten 25 Jahren. Eine detailliertere Betrachtung erfolgte für die Handlungsbedarfe in den nächsten zehn Jahren und bildet eine fundierte Entscheidungsgrundlage für kurz- bis mittelfristig anstehende Maßnahmen an den Gebäuden.
Aktuell im Aufbau befindet sich bei den unterschiedlichen Ämtern mit Gebäudemanagementaufgaben die Erstellung von Maßnahmenplänen. Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. So konnten allein beim Amt für Gebäudemanagement seit Sommer 2018 Maßnahmen für rund 500.000 Euro zusätzlich zum allgemeinen Bauunterhalt umgesetzt werden. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Maßnahmen zur Verkehrssicherheit, zur Aufrechterhaltung des Betriebs und zum Erhalt der Bausubstanz im niederschwelligen Kostenbereich.
Weitere 31 Millionen Euro werden für Maßnahmen unter 500.000 Euro in den nächsten zehn Jahren geschätzt. In den Haushaltsjahren 2019 bis 2022 werden jährlich drei Millionen Euro zusätzlich zu den Mitteln für den allgemeinen Bauunterhalt eingeplant. Für 2019 sind rund 600 Maßnahmen an über 90 Standorten vorgesehen.
Darüber hinaus wurde damit begonnen, die erfassten Daten in das Portfoliomanagement einzubinden, um somit die Aussagekraft zu den einzelnen Gebäuden zu erweitern. Dies soll für die Zukunft eine technische, kaufmännische und wirtschaftliche Betrachtungsweise der städtischen Gebäude ermöglichen und Entscheidungshilfen für Investitionen oder Desinvestitionen geben.
Die für die Begehungen formulierten Standards, Checklisten und Randbedingungen sind Grundlage für regelmäßige Begehungen im Rahmen der Betreiberverantwortung und sorgen für Kontinuität in der Datenpflege. Zur Vereinfachung werden die vor Ort erhobenen Daten unmittelbar digital erfasst und zugeordnet.
Die Ausgangssituation
Eine einheitliche Datenerfassung ist in einem strukturierten Gebäudemanagementsystem unerlässlich. Vor diesem Hintergrund stellten die Ratsfraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP einen Haushaltsbegleitantrag zum Haushaltsplan-Entwurf 2015, dem seitens des Rates der Stadt zugestimmt wurde. Beim Amt für Gebäudemanagement erfolgte die Einrichtung einer Projektgruppe unter Einbindung aller politischen Fraktionen zur Ermittlung der notwendigen Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarfen bei städtischen Gebäuden.
Die Vorgehensweise
Im Sommer/Herbst 2017 haben nach einheitlich festgelegten Kriterien (Bausubstanz, Gebäudetechnik, Tragwerk, Brandschutz, Barrierefreiheit und Energieeinsparpotentiale) insgesamt 728 Gebäudebegehungen stattgefunden. Untersucht wurden zunächst alle städtischen Gebäude mit Ausnahme der Schul- und Kulturgebäude, deren Ämter das Gebäudemanagement selbst betreiben. Die festgestellten Sanierungs- und Instandhaltungsbedarfe wurden in vier Kategorien eigestuft:
- sicherheitsrelevante Sofortmaßnahmen,
- kurz- und mittelfristiger Instandhaltungsbedarf und
- langfristiger Handlungsbedarf,
die nun - parallel zur konventionellen Bauunterhaltung - in den folgenden Jahren umgesetzt werden sollen.