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Sommertour: Integrationsstaatssekretärin Güler besucht Kommunales Integrationszentrum


Erstellt:
Redaktion: Braun, Anne

Integrationsstaatssekretärin Serap Güler ist seit vergangener Woche auf Sommertour durch Nordrhein-Westfalen. Dabei besuchte sie am Dienstag, 8. August, das Kommunale Integrationszentrum in Düsseldorf. "Mir ist wichtig, die Integrationsarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten vor Ort persönlich kennenzulernen. Die Bedarfe sind in den Regionen sehr verschieden. Das müssen wir stärker berücksichtigen", erklärte die Staatssekretärin.

Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, in dem es Kommunale Integrationszentren gibt. Die Einrichtungen bieten Angebote für Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte, die die Bildungschancen verbessern sollen. Daneben koordinieren sie die Aktivitäten und Angebote der Kommunen und freien Träger in Bezug auf Integration und das Zusammenleben in Vielfalt. Seit 2015 unterstützen die Kommunalen Integrationszentren Bürgerinnen und Bürger, die Geflüchteten vor Ort ehrenamtlich helfen.

"Integration kann nur gelingen, wenn alle an diesem Prozess Beteiligten daran mitwirken. Die Landeshauptstadt Düsseldorf setzt sich gemeinsam mit allen integrationsrelevanten Institutionen für die Verbesserung der Zukunftschancen der in Düsseldorf lebenden Menschen mit Migrationshintergrund ein und wird die Kultur der gegenseitigen Anerkennung und des gleichberechtigten Miteinanders weiter fördern", führt Stadtdirektor Hintzsche aus. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Land im Rahmen des Programms Kommunale Integrationszentren sei dafür ein wichtiger Baustein.

Staatssekretärin Güler lobte während ihrer Sommertour die Arbeit der Einrichtungen: "Für die bessere Vernetzung der Integrationsarbeit vor Ort sind die Kommunalen Integrationszentren mittlerweile unverzichtbar. Die neue Landesregierung will deshalb den Austausch mit den Einrichtungen intensivieren und sich einen Überblick über die Schwerpunkte verschaffen, die sich die Kommunalen Integrationszentren selbst ausgesucht haben."

In der Stadt Düsseldorf liegen die Schwerpunkte aktuell im Bereich der interkulturellen Öffnung der Düsseldorfer Kultureinrichtungen sowie der Erarbeitung eines gesamtstädtischen Förderkonzeptes für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler.

Weitere Stationen der Sommertour sind Hochsauerlandkreis, Kreis Heinsberg, Kreis Unna, Rhein-Sieg-Kreis und Solingen. Zuvor war Güler bereits in Aachen, Münster, Herne, Bielefeld, im Kreis Wesel, Ennepe-Ruhr-Kreis und Kreis Herford. Perspektivisch will die Integrationsstaatssekretärin alle Kommunalen Integrationszentren in Nordrhein-Westfalen besuchen.

2012 hatte der Landtag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Damit wurde auch der Grundstein für die Einrichtung der Kommunalen Integrationszentren gelegt. Heute verfügen 53 der 54 Kreise und kreisfreien Städte in NRW über ein Kommunales Integrationszentrum. 2016 wurden insgesamt rund 39,4 Millionen Euro für die Arbeit der Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Davon kamen 19,6 Millionen Euro aus den kommunalen Haushalten, 14,5 Millionen Euro waren Landesmittel und fast 5,3 Millionen Euro waren Stiftungs- und Drittmittel. Weitere Informationen unter www.mkffi.nrw.

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