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Kultur
Filmmuseums Düsseldorf
Sondervorstellung: "Der Prozess"
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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Az XVII – 1/75 (S). Der Düsseldorfer Majdanek-Prozess, die deutsche Justiz und die NS-Verbrechen" findet am Mittwoch, 3. Oktober, ab 16 Uhr die Vorführung des Films "Der Prozess" in der Black Box des Filmmuseums, Schulstraße 4, statt. Sie erfolgt in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, dem Erinnerungsort Alter Schlachthof der Hochschule Düsseldorf und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Der Eintritt ist frei.
In mehr als achtjähriger Arbeit entstand der Film "Der Prozess" über die juristische Aufbereitung der Nazi-Verbrechen im Konzentrationslager Majdanek. Es war das erste große Arbeits- und Todeslager, das von den Russen befreit wurde. Das sogenannte "Majdanek-Verfahren" vor dem Landgericht Düsseldorf von 1975 bis 1981 war das längste Strafverfahren in der Justizgeschichte der BRD. Aus 70 Interviews mit Richtern und Angeklagten, Opfern und Zeugen, aus Dokumentarfilmen und Fotos, Prozessberichten und Akten stellte Eberhard Fechner die Geschehnisse und den Prozessverlauf nach. Am 30. Juni 1981 wurden die Urteile gesprochen und im Winter 1983/84 beendete Eberhard Fechner seine Arbeit. Für ihn selbst die wichtigste seiner zahlreichen Filmarbeiten.