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Umwelt Stadtentwicklung
Stadt-Natur-Park Flingern offiziell eröffnet
Auf einem ehemaligen Güterbahnhofsgelände an der Schlüterstraße ist für 1,5 Millionen Euro eine schmucke Grünanlage entstanden
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In Flingern ist auf ehemaligem Güterbahngelände entlang der Schlüterstraße für 1,5 Millionen Euro eine neue Grünanlage, der Stadt-Natur-Park Flingern, entstanden. Der Park ist am Freitag, 14. Juli, durch Helga Stulgies, Gründezernentin der Landeshauptstadt, und Ulrich Tappe vom Bauinvestor Grafental GmbH offiziell der Öffentlichkeit übergeben worden. Die Anlage ist 2,2 Hektar, das sind 22.000 Quadratmeter, groß. Die Bauzeit betrug neun Monate. Die Herrichtung wurde von der Grafental GmbH als Bauherr beauftragt und mit dem Gartenamt der Stadt Düsseldorf abgestimmt. Die Kosten tragen auf der Grundlage eines städtebaulichen Vertrages die Grafental GmbH, die Metro AG und Living Circle.
"Die neue Parkanlage bietet einen ausgewogenen Mix, wo sich Alt und Jung einerseits erholen und die Natur erleben können, wo sie andererseits aber auch die Freizeit aktiv gestalten können. Gleichzeitig werden die umliegenden neuen Wohnquartiere durch die Grünanlage verbunden. Die Landeshauptstadt bringt für den ansehnlichen Stadt-Natur-Park das Grundstück ein. Zudem werden die Mitarbeiter im Gartenamt die neue grüne Oase als öffentliche Fläche zukünftig pflegen", erklärte die Gründezernentin bei der Eröffnung des Parks.
Die Finanzierung und Umsetzung erfolgten auf der Grundlage eines städtebaulichen Vertrages, der zwischen der Grafental GmbH, der Metro AG und der Stadt abgeschlossen wurde. Die Ausführungsplanung und die Herstellung der Parkanlage wurden von der Grafental GmbH beauftragt, die auch einen Großteil der Kosten von 1,5 Millionen Euro trägt. Die Metro AG beteiligt sich mit einem namhaften Betrag und steht damit zu ihrer bereits in der Planungsphase gegebenen Zusage.
Nach dem Umbau des westlich des Parks gelegenen Thyssen Trade Centers von einem Büro- zu einem Wohnstandort, dem neuen "Living Circle", beteiligte sich die Firma Catella an den Kosten für die Erstellung der öffentlichen Spielflächen.
Der Ort
Das Gelände rund um den jetzt entstandenen Stadt-Natur-Park Flingern war von 1873 bis 1929 Standort der AG Lokomotivbau Hohenzollern. Lange danach standen dort noch Werkshallen, die von der ehemaligen Nutzung zeugten. Während aber bereits Umstrukturierungen und neue Nutzungen entstanden, lag das ehemalige Bahngelände, auf dem jetzt ein neuer Park entstanden ist, noch lange Zeit brach. Die Natur hatte die stillgelegten Flächen des früheren Güterbahnhofs mit Schmetterlingsflieder, Birkenwäldchen und gelb blühenden Greiskräutern (Kreuzkraut) zwischenzeitlich zurückerobert.
Im Jahr 2010 konnte die Landeshauptstadt Düsseldorf das Gelände von der Deutschen Bahn AG erwerben. Für das gesamte Areal war inzwischen ein Bebauungsplan aufgestellt worden: Auf dem Gelände sollte eine öffentliche Grünfläche entstehen, die die Bewohner der neu entstehenden Stadtviertel mit Grün versorgen soll.
2012 führte das städtische Gartenamt einen Planungswettbewerb durch. Ziel war es, einen Entwurf zu erhalten, der die Geschichte des Standortes, seine Natur, aber auch die Anforderungen an eine moderne Parkanlage, die sich aus dem dynamischen Wandel des Stadtviertels ergeben, erfüllt. Denn nachdem dort die Metro bereits ihren Verwaltungssitz eingerichtet hatte, entwickelte die Firma Grafental GmbH mit ihrem Geschäftsführer Ulrich Tappe neue Wohngebiete, so dass der Park sowohl für die Mitarbeiter der Firmen als auch für die Bewohner des neu entstehenden Wohngebietes "Grafental" Angebote schaffen sollte. So waren sowohl die Metro als auch die Grafental GmbH schon früh Partner bei der Entwicklung des neuen Parks.
Der Park
Als Sieger aus dem Planungswettbewerb ging das Büro Förder Landschaftsarchitekten aus Essen hervor. Der Planung von Förder liegt ein klares Erschließungskonzept für die 2,2 Hektar große Parkanlage zu Grunde: Ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender gepflasterter Weg - die sogenannte Gleispromenade - bildet des Rückgrat des Parks. Parallel dazu verläuft, entlang eines vorhandenen naturnahen Wäldchens, im Westen ein landschaftlich geschwungener Weg mit wassergebundener Wegedecke. Zwischen beiden Wegen gibt es mehrere quer verlaufende Wegeverbindungen, welche die östlich und westlich des Parks gelegenen Wohnquartiere verbinden.
Im Norden der Grünanlage befindet sich als Auftakt der Parkanlage ein großer Platz mit hoher Aufenthaltsqualität und vielen Sitzmöglichkeiten, das sogenannte Grafenberg-Entree. Neben dem Konzept der Weite, liegt eine besondere Qualität der Planung in der Bandbreite der Ideen für die Spielbereiche.
Die Spielbereiche
Im Park sind vier Spielgebiete angelegt worden:
Der "Spielbereich Container" liegt parallel zur Gleispromenade. Drei markante Industriecontainer nehmen Bezug zur früheren Nutzung. Sie bieten den Kindern Gelegenheit zum Klettern, zum Rutschen und zum Spielen mit Sand.
Der "Spielbereich Birkenhain" liegt tiefer in der Parkanlage innerhalb eines Birkenhains. Er ist für die kleineren Kinder gedacht. Dort sind drei unterschiedliche Spielhäuschen angeordnet, die zum Rollenspiel anregen.
Der "Spielbereich Slagline" ist für größere Kinder und Jugendliche gestaltet worden. Zwischen drei Metallpfosten ist ein stabiles dreiteiliges kunststoffummanteltes Stahlseil befestigt, das zum Balancieren einlädt.
Südlich der Neumannstraße liegt der vierte "Spielbereich Parkour", direkt neben der Realschule. Auf dieser Spielfläche werden verschiedene, fest installierte Hindernisse aufgebaut: Mauern und Podeste aus Beton sowie Reckstangen und Brüstungen aus Stahl. Die Kinder und Jugendlichen springen und klettern über diese Elemente und entwickeln so ihren eigenen individuellen Parkour. Das "Parkouring" ist eine beliebte Trendsportart. Zusätzliche werden auf der Gleispromenade drei Fitnessgeräte für alle Generationen aufgebaut.



