Pressedienst Einzelansicht
Kultur
Stadtbüchereien Düsseldorf: Ergebnisse der Kundenbefragung
Die Angebote und Dienstleistungen der Bibliotheken sind bei der Bevölkerung sehr beliebt.
Erstellt:
Eine vom Amt für Statistik und Wahlen im Oktober/November 2016 durchgeführte vierwöchige Befragung der Kundinnen und Kunden in den Stadtbüchereien der Landeshauptstadt Düsseldorf kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Angebote und Dienstleistungen der Bibliotheken sind bei der Bevölkerung sehr beliebt.
"Aussagen über die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden mit den Dienstleistungen der Stadtbüchereien lassen sich nur über die direkte Befragung ermitteln. Gerade solche Aussagen sind für die Gestaltung und Weiterentwicklung von Angeboten für das Team der Stadtbüchereien von hoher Bedeutung. Aus diesem Grund führen wir seit dem Jahr 2003 gemeinsam mit dem Amt für Statistik und Wahlen regelmäßig alle vier Jahre eine große Kundenbefragung in unserer Zentralbibliothek und sechs ausgewählten Stadtteilbüchereien durch", sagt Dr. Norbert Kamp, Leiter der Stadtbüchereien Düsseldorf.
5.486 Personen beteiligten sich in der Zentralbibliothek sowie in den Stadtteilbüchereien Benrath, Bilk, Derendorf, Eller, Gerresheim und Oberkassel an der Befragung. Teilnehmen konnten Besucherinnen und Besucher ab 12 Jahren.
Kundenstruktur:
Wie sieht er aus, der typische Besucher der Stadtbüchereien? Er, oder besser sie, ist weiblich (68 Prozent), verfügt über einen sehr hohen Bildungsabschluss bzw. strebt diesen an (Akademikerquote 41 Prozent), ist berufstätig (51 Prozent) und wohnt in Düsseldorf (88 Prozent).
Nutzerverhalten:
Viele Besucherinnen und Besucher nutzen nicht nur einen, sondern gleich mehrere Standorte der Stadtbüchereien. So gaben 44 Prozent der Befragten in den Stadtteilbüchereien an, auch regelmäßig die Zentralbibliothek aufzusuchen. 18 Prozent der Bibliothekskunden nutzen zudem die Angebote der onlineBibliothek, der virtuellen Filiale der Stadtbüchereien, die 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet ist.
Die Kundinnen und Kunden gehen sehr regelmäßig in die Büchereien, um Dienstleistungsangebote zu nutzen. So gaben 74 Prozent der Befragten an, mindestens zweimal im Monat eine Bücherei zu besuchen, 15 Prozent Intensivnutzer sogar mehrmals wöchentlich.
Neben der klassischen Ausleihe von Medien - über 110.000 Menschen profitieren von diesem Angebot - gewinnt die Nutzung der Medien in der Bibliothek sowie das Arbeiten und Lernen vor Ort an Bedeutung. Insbesondere die 16- bis 30-jährigen Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden und Studierenden betrachten die Zentralbibliothek als Lernort und verbringen hier ganze Vor- und Nachmittage, einzeln oder in Gruppen.
Kundenzufriedenheit:
Eine hohe Nutzerzufriedenheit ist in Bezug auf den angebotenen Medienbestand und die Angebotsaktualität festzustellen. Insbesondere gilt dies für die Kinder- und Jugendliteratur sowie für die Romane. Bestnoten erzielte das Bibliothekspersonal, und zwar sowohl für sein Fachwissen als auch für seine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Auch an der vor einigen Jahren eingeführten Selbstverbuchung der Medien hatten die Kundinnen und Kunden nichts auszusetzen. Die derzeitigen Öffnungszeiten entsprechen den Bedürfnissen der meisten Besucherinnen und Besucher, viele wünschen sich aber noch mehr. Dies gilt insbesondere für den Samstag, wo die Büchereien bereits mittags schließen.
Wünsche an eine neue Zentralbibliothek:
Vor dem Hintergrund der langjährigen Diskussion um einen neuen Standort für die Zentralbibliothek gab es im Rahmen der Befragung auch die Gelegenheit, hierzu Wünsche zu äußern und Anregungen zu geben. Fast alle Befragten, die sich zum Standort äußerten, wünschen sich eine Zentralbibliothek unmittelbar am Hauptbahnhof. Insofern entspricht die jüngste Ratsentscheidung für das Gebäude Konrad-Adenauer-Platz 1 als künftigen Bibliotheksstandort dem Bürgerinteresse. Mit einem Anteil von 62 Prozent sprechen sich die meisten Befragten für die Einrichtung einer separaten Jugendbibliothek am neuen Standort aus. Eine Ruhezone in der belebten Bibliothek halten 59 Prozent der Befragten für besonders wichtig. Diese Aussage korrespondiert mit dem Wunsch nach mehr Einzelarbeitsplätzen, aber auch nach gesonderten Gruppenarbeitsräumen. Über die Hälfte der Befragungsteilnehmer wünscht sich zudem die Einrichtung eines Lesecafés. Schließlich steht eine 24-Stunden-Rückgabemöglichkeit für Medien ganz oben auf dem Wunschzettel.
Im Ergebnis bestätigt die Kundenbefragung bei den Stadtbüchereien das frühere Ergebnis einer Bürgerbefragung durch das Amt für Statistik und Wahlen aus dem Jahr 2016, an der sich insgesamt 4.881 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer beteiligten. Auch hier erzielten die Stadtbüchereien bei der Zufriedenheit mit den Dienstleistungen der Stadtverwaltung die Bestnote, knapp vor dem Standesamt.