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Bildung

Stadtdirektor Hintzsche begrüßt die Baufachleute von morgen im Rathaus

Zehn Studierende haben im Rahmen ihres praxisintegrierten Studiums die Tätigkeit im Schulverwaltungsamt aufgenommen


Erstellt:
Redaktion: Frisch, Michael

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche hat am Freitag, 20. September, im Jan-Wellem-Saal des Rathauses zehn Studierende, die zum 1. September im Rahmen ihres praxisintegrierten Studiums die Tätigkeit im Schulverwaltungsamt aufgenommen haben, in der Landeshauptstadt willkommen geheißen. Begrüßt wurden acht Studentinnen und Studenten der Alanus Hochschule in Alfter, die die Abschlüsse "Master of Arts Architektur: Schul- und Kulturbau" anstreben, sowie zwei Studenten Bachelor of Engineering "Wirtschaftsingenieur - Schwerpunkt Bauwesen" der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) - Campus Köln. 

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: "Die Herausforderung der Zukunft wird sein, den Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften zu decken. Mit innovativen Strategien wie dem dualen Studium haben wir ein Instrument an der Hand, um dieser Herausforderung gerecht werden zu können. Durch die Kooperation der Alanus Hochschule mit der Landeshauptstadt Düsseldorf haben die Studierenden die Möglichkeit, parallel zu ihrem Masterstudiengang, an konkreten Schulbauprojekten des Schulverwaltungsamtes mitzuwirken und dadurch Praxiserfahrungen für ihr späteres Berufsleben zu sammeln. Das duale Studium bietet eine klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten, denn auch wir als Landeshauptstadt profitieren natürlich von hoch qualifizierten Fachkräften und hoffen, dass die Studienabsolventinnen und Absolventen sich für die Landeshauptstadt als Arbeitgeberin entscheiden."

Praxis-Aufgaben für die Studierenden im Schulverwaltungsamt
Für die Studierenden ist es wichtig, sie mit den täglichen Aufgaben eines Bau- und Projektleiters vertraut zu machen. Hierzu zählt zum einen die Bearbeitung von Aufgaben aus dem Bauunterhalt, wie zum Beispiel die Bearbeitung kleinerer Mängel, Sanierungen, Ausschreibungen, Rechnungsprüfung, Bauleitung. Die Studierenden werden verpflichtet, sich mit gültigen Gesetzen (Bauordnung, BGB, VOB, etc.) und Normen (DIN, ATV, etc.) auseinander zu setzen um diese gezielt anzuwenden. Auch die Einarbeitung in die Standardprogramme für Ausschreibung und Vergabe (Wave-Ware, Arriba, GM-Reports etc.) soll anhand der Aufgaben erlernt werden.

Zum anderen sollten die Studierenden dazu eingesetzt werden, Bestandsaufnahmen einzelner Schulstandorte anzufertigen. Hierzu gehören Tätigkeiten wie der Abgleich von genehmigten Bestand und örtlichem Ist-Zustand im Rahmen von Begehungen, die Erstellung einer digitalen Hausakte mit Angaben zum baulichen Zustand, Angaben zu Materialien und technischer Ausstattung. Zusätzlich sollen Informationen zur Auslastung der Räume, fehlenden Flächen oder gegebenenfalls auch möglichen Flächenreserven am jeweiligen Standort gesammelt und ausgewertet werden. Für diese Tätigkeiten wird ein erweitertes Equipment benötigt. Unter anderem sollten die Studierenden die Möglichkeit erhalten, Pläne in digitaler Form zu erarbeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Bestandsaufnahmen soll die Einschätzung möglicher energetischer Sanierungen, gerade im Hinblick auf den Klimanotstand und die daraus resultierenden Klimaschutzziele bis 2035, sein. Ziel ist es, aus den Erkenntnissen sinnvolle Maßnahmenpakete zu bilden. Für einzelne Bauteile sollen verschiedene Sanierungsvarianten entwickelt und die Baumaßnahmen in sinnvolle Bauabschnitte gegliedert werden.

Das Ziel der Bestandsaufnahme der Schulstandorte ist es, zu ermitteln, welchen Sanierungsbedarf eine Schule aufweist und ob es Möglichkeiten zur Flächenoptimierung gibt? In Hinblick auf aktuelle Themen wie Inklusion und Barrierefreiheit, steigende Schülerzahlen und neue effizientere Raumkonzepte wie zum Beispiel Cluster kann so ein Handlungsleitfaden für jede Schule erarbeitet werden. Hieraus können sich Machbarkeitsstudien ergeben, wie eine Schule zukunftsfähig umgebaut oder erweitert werden kann.

Um eigene Ressourcen bei der Betreuung der Aufgaben zu sparen, sollten anfangs die Studierenden in Zweierteams je einen Schulstandort bearbeiten. Jedem Team wird ein Mentor zugewiesen, der bei Fragen den Studierenden zur Seite steht und die Ergebnisse überprüfen kann.

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