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Umwelt
Städtische Gärtner geben Tipps für Frühlingsspaziergänge
Kornelkirsche blüht im Park Lantz, Buschwindröschen im Schlosspark Mickeln, Blaustern im Ostpark und Kirschen und Narzissen am Straßenrand
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Der Frühling hat Einzug gehalten, auch wenn die Nächte noch kalt und frostig sind, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf. Wer genau hinsieht, der entdeckt viele tapfere Frühblüher in den städtischen Grünanlagen. Wer sie nicht verpassen möchte, dem empfehlen die städtischen Gärtner jetzt einen Spaziergang ins Grüne.
Wer möchte, kann auch an geführten Rundgängen teilnehmen, die das Gartenamt anbietet. Die nächsten sind am Dienstag, 28. März, 16.30 Uhr, und am Donnerstag, 30. März, 15 Uhr: Wilde Kräuter von der Wiese heißt es unter der Leitung von Gina Heinrichs am Dienstag, 28. März. Treffpunkt zu der Tour ist der Wanderparkplatz Kölner Weg, zu erreichen mit dem Bus Linie 835, Alt Himmelgeist. Zum Spaziergang durch den Schlosspark Eller lädt Michael Mössing vom Gartenamt am Donnerstag, 30. März, ein. Treffpunkt ist am Parkeingang Heidelbergerstraße, gegenüber des Abenteuerspielplatzes.
Bei einigen besonders frühen Blühpflanzen des Jahres neigt sich die Zeit der Blüte nun dem Ende entgegen: Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge verblühen schon. Aufmerksame Parkbesucher können aktuell die gelbblühende Kornelkirsche (Cornus mas) sehen. Diese Gehölze sind in fast allen Parkanlagen vertreten, ein schönes Exemplar findet sich im Lantz`schen Park, am Weg zwischen Herrenhaus und Spielplatz.
Auch das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ist im waldartigen Teil der Parkanlage Lantz zu entdecken. Aber auch in den Schlossparks Mickeln und Kalkum findet man schon blühende Bestände.
In den Rasenflächen einiger Parkanlagen steckt der Blaustern (Scilla siberica) seinen Kopf in blau und weiß aus der Grasnarbe der Sonne entgegen. Im Ostpark, im Schlosspark Garath und im Lantz´schen Park wurde die Scilla zum Verwildern in den Rasenflächen gepflanzt. Sie werden sich über die Jahre vermehren und von Jahr zu Jahr mehr Blüten im Frühjahr zeigen.
Wunderschön ist das zarte helle Grün der frisch austreibenden Weiden, im Nordpark an der Zedernwiese findet man wunderschöne Exemplare. Auch in den Staudenpflanzungen findet man schon frische Farben, Christrosen und Steinbrech zeigen ihre Blüten.
Unübertroffen ist die Blütenpracht von Japanischen Kirschen oder Magnolien. Die Tulpen-Magnolie (Magnolia soulangeana) ist am weitesten verbreitet und auch eine der ältesten Züchtungen. Ihre Krone kann bis zu zehn Meter breit werden. Die je nach Art lilien- oder sternförmigen Blüten erscheinen vor dem Laub in weiß oder rosa. Ein wunderschönes Exemplar steht zum Beispiel auf dem Karl-Arnold-Platz.
Mehr als 2.500 Kirschbäume in verschiedenen Sorten und Arten tauchen einige Straßenzüge in eine Blütenwolke. Zum Beispiel an der Zietenstraße, am Räuscherweg, Am Südfriedhof und am Sankt-Hubertus-Ring stehen die Bäume in voller Blüte. Aber auch in fast allen den Parkanlagen und auf Friedhöfen bezaubern die Blüten der Kirschbäume.
Auch die große Narzissenblüte hat begonnen. Die Osterglocken leuchten wieder in allen Gelbtönen im Straßengrün entlang der Hauptverkehrsrouten in die Landeshauptstadt. Wie viele Narzissen in Düsseldorf jedes Jahr erblühen, weiß niemand so ganz genau. Mindestens zwei Millionen Osterglocken stehen auf den Mittelstreifen von Südring, Fischerstraße, Kölner Landstraße, Brüsseler Straße, Kaiserswerther Straße und natürlich auch in den Parkanlagen.
Die Osterglocken (Narcissus pseudonarcissus) oder Narzissen stammen aus dem südlichen Mitteleuropa und gehören in die Familie der Amaryllisgewächse. Ihren Namen bekamen sie vom Narziss, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Narzissen sind Zwiebelpflanzen, und blühen relativ lange, und manche Sorten duften auch. Die Osterglocken gehören zu den Frühlingsboten, recht früh stecken sie ihre Köpfe aus der Erde, und erfreuen uns zusammen mit anderen Frühlingsblühern durch ihre farbenfrohe Vielfalt. Außerdem gilt die Narzisse als Symbol des Frühlings und – das wissen wenige – des Brautstandes.
Die Blüten erscheinen von März bis April. Dabei reicht die Farbpalette von weiß über gelb, bis hin zu orange oder apricot. Aber auch zweifarbige Züchtungen sind keine Seltenheit. Narzissen mit großen Blüten haben häufig eine gefüllte Form. Als Osterglocken wird die gelbblütige Narzisse bezeichnet.
Die Frühlingsblüte in Düsseldorf hat schon Tradition. Seit der Bundesgartenschau 1987 sorgen die vom Gartenamt gepflanzten Blumenzwiebeln für ein stimmungsvolles Bild im ausklingenden Winter. Sie Vermehren sich auch selbst und so entstehen immer größer werdende Horste und die Zahl der Blüten steigt jedes Jahr an.
Die Mitarbeiter des Gartenamtes ergänzen außerdem im Herbst die Bestände, damit die Frühlingsblüte in Düsseldorf immer wieder besonders üppig ausfällt. Osterglocken aber auch Krokusse, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen und Blausternchen werden in Rasen‑ und Wiesenflächen zur Verwilderung gesetzt.